Vorletzte Etappe bei Salzburgs größter Flussbaustelle begonnen

Schwaiger: Kombination von flussbaulichen Maßnahmen, Schutzbauwerken und Hinterlandentwässerungen zeichnet Projekt aus

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.02.2015
 

(LK)  Gemeinsam mit Bundesminister Dipl.-Ing. Andrä Rupprechter und Halleins Bürgermeister Gerhard Anzengruber absolvierte Landesrat Dipl.-Ing. Dr. Josef Schwaiger kürzlich einen Lokalaugenschein bei der größten Flussbaustelle Salzburgs. In insgesamt fünf Bauabschnitten wird für die Stadt Hallein ein wirksamer Hochwasserschutz an der Salzach errichtet. Für dieses derzeit größte Hochwasserschutzprojekt belaufen sich die Kosten auf insgesamt rund 15,5 Millionen Euro.

"Nach intensiver Vorbereitung und bisher gut drei Jahren Bauzeit werden heuer der vierte Bauabschnitt fertiggestellt und die Detailplanung und Umsetzung für den fünften Abschnitt bei diesem Großprojekt begonnen. Gemeinsam mit Gemeinde, Bund und Salzburg AG wird hier ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept umgesetzt. Das Hochwasserereignis im Jahr 2013 hat schon gezeigt, dass die bereits fertiggestellten Maßnahmen wirken", sagte Wasserbaureferent Landesrat Schwaiger heute, Montag, 9. Februar.

"Trotz erforderlicher Sparmaßnahmen ist es gelungen, die Finanzierung des Hochwasserschutzes sicherzustellen. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterstützt das Projekt mit 13 Millionen Euro, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten", betonte Bundesminister Rupprechter.

Bisherige Schutzmaßnahmen verhinderten Katastrophe

Bereits beim Hochwasserereignis im Jahr 2013 haben die bisherigen Maßnahmen gewirkt und eine größere Katastrophe verhindert. "Die bisher eingesetzten Mittel haben die Schutzfunktion zu 100 Prozent erfüllt", so Halleins Bürgermeister Gerhard Anzengruber, der allen Verantwortlichen im Land Salzburg, allen voran Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Landesrat Schwaiger, sowie auch Bundesminister Andrä Rupprechter für ihren Einsatz dankte. "Die innovative Art und Weise des Projektes beeindrucken mich immer wieder, und das Element Wasser wird perfekt in die bestehende Landschaft eingefügt und inszeniert", so Anzengruber.

Der Hochwasserschutz Salzach-Hallein umfasst den Bereich beiderseits der Salzach vom Heizkraftwerk der Salzburg AG in Gamp bis zum unteren Ende der Perner-Insel. Die Schutzmaßnahmen bestehen aus einer Kombination von flussbaulichen Maßnahmen (Buhnen), linearen Schutzbauwerken (Dämmen und Mauern) mit rund 2,7 Kilometer Länge und insgesamt fünf Pumpwerken zur geordneten Hinterlandentwässerung. Durch entsprechende gestalterische Maßnahmen werden die Schutzbauten bestmöglich in das Stadtbild integriert und der Zugang zum Gewässer an mehreren Stellen deutlich verbessert.

Umsetzungsstand

Zurzeit wird der vierte von insgesamt fünf Bauabschnitten umgesetzt. Dieser umfasst Linearmaßnahmen entlang der Wessel- und Steinhauser-Promenade (rechtes Salzachufer zwischen Heizkraftwerk Salzburg AG und Stadtbrücke). Parallel zum Hochwasserschutz an der Salzach erfolgt aktuell die Umsetzung des Hochwasserschutzes am Almbach in Hallein. Dieser umfasst beide Ufer des Almbaches von der Mündung bis zur Autobahnbrücke, der Almbach ist der größte Zubringer der Salzach im Gemeindegebiet von Hallein.

Zahlen, Daten und Finanzierung

Die geschätzten Gesamtprojektkosten für dieses Hochwasserschutzprojekt belaufen sich auf 15,5 Millionen Euro. Mit der baulichen Umsetzung wurde im Jahr 2011 begonnen, die Baufertigstellung ist für 2016 geplant.

Die Gesamtkosten werden zu 84,24 Prozent vom Bund (rund 13 Millionen Euro) und zu 15,76 Prozent von der Stadtgemeinde Hallein (rund 2,5 Millionen Euro) getragen. Insgesamt werden rund 550 Siedlungs- und Gewerbeobjekte und zirka 2.900 Bewohnerinnen und Bewohner bis zu einem hundertjährlichen Hochwasserereignis geschützt. t29-110a