Die offenen Arme der Salzburger Volkskultur

Schellhorn und Pallauf beim Fest der Kulturen im Petersbrunnhof

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.04.2015
 

(LK)  "Die zwei Buchstaben 'en' machen den Unterschied. Die Salzburger Volkskultur präsentiert sich beim 'Fest der Kulturen' im Petersbrunnhof selbstbewusst und offen. Wer die eigenen Traditionen kennt, schätzt und lebt, der freut sich bei diesem offenen Verständnis natürlich auch über die Tänze, Trachten, Lieder oder Speisen von anderen. Die Salzburger Volkskultur akzeptiert nicht nur, dass es viele Kulturen in Stadt und Land Salzburg gibt, sie geht mit offenen Armen auf sie zu. Dieses Fest der Begegnung zwischen traditionellen Vereinen der Salzburger Volkskultur mit den Vereinen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist ein wunderschönes Beispiel für diese wechselseitige Offenheit." Das betonte heute, Sonntag, 19. April, Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn beim Fest der Kulturen im Salzburger Petersbrunnhof.  

Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf eröffnete das Fest in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer mit den Worten Mahatma Ghandis: "Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt." Die Veränderung könne heute stattfinden, das Fest der Kulturen sei eine willkommene Gelegenheit, Grenzen zu überwinden, Horizonte zu erweitern und Freundschaften zu schließen, so Pallauf weiter. Es gebe heute die Möglichkeit, den ganzen Tag über ein friedliches und wertschätzendes Miteinander zu erleben. Salzburg biete als weltweit geschätztes Kulturland das ideale Umfeld für das Fest der Kulturen", betonte die Landtagspräsidentin.

4,4 Millionen Euro für neues Haus der Volkskulturen

Beim Fest der Kulturen wurde auch das neue Haus der Volkskulturen nah dem Entwurf von Architekt Max Rieder vorgestellt. Schellhorn dazu: "Die vor dem eigentlichen Bau letzte Hürde für den Bau des Hauses der Volkskulturen hier im Nonntal, der entsprechende Regierungsumlaufbeschluss für die Finanzierung, wurde am Freitag, 17. April, von allen Regierungsmitgliedern unterzeichnet. 4,4 Millionen Euro stehen damit bereit."

Der moderne und funktionale Bau von Architekt Max Rieger wird ein Zeichen für den Aufbruch der Volkskultur darstellen. Das Haus wird ein offener und kommunikativer Raum sein und die unzumutbare Beengtheit der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Volkskultur beenden. Damit haben wir heute schon einen Grund zum Feiern und zur Freude.

Landtagspräsidentin Pallauf hob hervor, dass es in den Räumen des Hauses der Volkskultur gelingen möge, das Gemeinsame zu leben. Denn es gelte das Gleiche für dieses Haus wie für die Gesellschaft: "So wie es im Inneren gelebt wird, strahlt es auch nach außen." Hier sei es gelungen, nicht zuletzt durch Überzeugungsarbeit, sich auf Neues einzulassen und das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. t82-110b