Tourismusgutachten zur 380kV-Salzburgleitung öffentlich aufgelegt

Einschau von Donnerstag, 11. Juni, bis 27. Juli im Internet und in den betroffenen Gemeinden

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.06.2015
 

(LK)  Nach Bestellung zweier Fachgutachter und nach Fertigstellung des "Tourismusgutachtens" zur 380kV-Salzburgleitung legt nun die UVP-Behörde dieses Gutachten gemeinsam mit einem Privatgutachten der Antragstellerinnen zu denselben Fragestellungen zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Diese Gutachten können in den Standortgemeinden, bei der UVP-Behörde und elektronisch im Internet auf der Landes-Website (siehe unten angeführte links) ab heute, Donnerstag, 11. Juni eingesehen werden.

Für das Behördengutachten wurde Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack, wissenschaftlicher Leiter eines renommierten Tourismusberatungsunternehmens und seit 2001 Professor für angewandte Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Öffentliche Tourismuswirtschaft und Umweltorientiertes Tourismusmanagement an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel, sowie Arch. Dipl.-Ing. Christoph Aigner, Raumplaner im Pinzgau und profunder Kenner der Salzburger Tourismuslandschaft sowie der relevanten tourismusbezogenen Pläne, Programme und Entwicklungskonzepte, bestellt.

Dabei konzentrierte sich die fachliche Prüfung insbesondere auf das von den Antragstellerinnen vorgelegte Privatgutachten des Österreichischen Instituts für Raumplanung (ÖIR). Dipl.-Ing. Aigner beurteilte dabei insbesonders die ausgewählten Pläne und das Programm im Hinblick auf ihre touristische Relevanz sowie die dem ÖIR-Gutachten zugrunde gelegten strategischen Ausrichtungen der betroffenen Gemeinden und Prof. Quack beurteilte die gewählten Methoden, ob diese dem Stand der (touristischen) Wissenschaften entsprechen. Die Gutachter verfassten nach Abarbeitung ihrer Prüfaufträge ein gemeinsames Gutachten, das nun öffentlich aufgelegt wird. Durch die Auswahl dieser beiden Fachgutachter wurde wissenschaftliche Kompetenz mit profunder Ortskenntnis sowie Kenntnis der relevanten tourismusbezogenen Pläne und Programme vereint.

Das ÖIR-Gutachten führt zusammenfassend aus, dass die strategischen Positionierungen des Landes Salzburg in Bezug auf den Strategieplan Tourismus 2020 weiterhin möglich sind, bei sämtlichen untersuchten Gemeinden keine bedeutend nachteiligen oder merklich nachteiligen Auswirkungen auf deren touristische Positionierung zu erwarten sind und bei keinem der von der 380kV-Salzburgleitung betroffenen Tourismusbetriebe eine Substanzwertvernichtung zu erwarten ist. Das Behördengutachten (Prof. Dr. Quack & Arch. Dipl.-Ing. Aigner) stellt zusammenfassend fest, dass die vom ÖIR gewählten Methoden durchaus dem Stand der Wissenschaften entsprechen. Trotz einiger kritischer Anmerkungen und zum Teil anderer Einstufungen bei den Gemeinden führen die Behördengutachter resümierend aus, dass sich auch bei Anwendung anderer Methoden die Grundaussagen des ÖIR-Gutachtens nicht ändern würden.

Die Gutachten, das Behördenedikt und die Fachgutachten können im Internet abgerufen werden: Fragenbeantwortung ÖIR zur Anfrage Arch. Dipl.-Ing. Christoph Aigner, Fragenbeantwortung ÖIR zur Anfrage Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack, ÖIR-Gutachten, Fachliche Beurteilung des ÖIR-Gutachtens Tourismus „380-kV-Salzburgleitung“ Netzknoten St. Peter – Netzknoten Tauern. t130-16