Vorzeigeprojekt für umweltschonende Energiegewinnung

Pallauf bei der Wiedereröffnung des Kraftwerks Bärenwerk der Salzburg AG

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.09.2015
 

(LK)  "Die Salzburg AG zeigt mit diesem Projekt einmal mehr, dass sie einer der wichtigsten Partner für das Land Salzburg ist, um eine sichere und saubere Energieversorgung sicherzustellen und für die Zukunft zu ermöglichen." Dies betonte Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf heute, Freitag, 11. September, bei der Eröffnung des Kraftwerks Bärenwerk in Fusch an der Großglocknerstraße und gratulierte zur Sanierung eines der ältesten Kraftwerke der Salzburg AG.

Bis zum 11. August 2014 war das Kraftwerk trotz laufender Bauarbeiten weiter in Betrieb. Nun stehen die Turbinen, während die gesamte Kraftwerkstechnik auf den neusten Stand gebracht wird. Auch die zwei alten oberirdischen Druckrohrleitungen werden nun abgebaut. Dadurch stehen in Zukunft etwa 8.000 Quadratmeter neue Weideflächen zur Verfügung. Am Speicher Ferleiten entstehen Flachwasserzonen sowie ein großes Biotop, damit sich der Speichersee zukünftig noch besser in die Landschaft einfügt.

"Das Kraftwerk ist ein Vorzeigeprojekt für umweltschonende Energiegewinnung. Technik und Ökologie gehen hier Hand in Hand und das ist wichtig für Salzburg, denn Salzburg verfolgt ehrgeizige Energieziele. Bereits im Jahr 2020 wollen wir 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren heimischen Quellen decken. 2050 soll Salzburg energieautonom sein. Da braucht es gemeinsame Anstrengungen", so Pallauf.

Das Fuscher Bärenwerk ist das erste und älteste Kraftwerk des früheren Landesversorgers SAFE. Es ging 1924 in Betrieb und war für die wirtschaftliche Entwicklung in Salzburg in der Zwischen- und Nachkriegszeit ausschlaggebend. Seit 2012 läuft nun eine umfangreiche Sanierung, um auch zukünftig sauberen Strom von der Fuscher Ache zu gewinnen.

Mehr Leistung

Nach Abschluss der Arbeiten erhöht sich die Leistung um rund 28 Prozent auf 14,96 Megawatt. Die Jahreserzeugung wird um neun Millionen Kilowattstunden (kWh) auf 66 Millionen kWh gesteigert. Damit können zusätzlich 2.700 Haushalte, insgesamt nun 19.000 Haushalte, mit sauberem Strom versorgt werden.

Mehr Ökologie

Die größten Modernisierungsmaßnahmen sind die Errichtung eines unterirdischen Druckstollens und die neue Wehranlage. Die Turbinen und Generatoren bleiben unverändert und auch das historische Krafthaus bleibt erhalten. t208-30c