Salzburg 20.16 - Ein Land im Wandel

Haslauer und Urban stellten das geplante Programm für das Jubiläumsjahr Salzburg 20.16 vor

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.11.2015
 

(LK)  Heute, Freitag, 20. November, stellten Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Geschäftsführer Ing. Friedrich Urban das geplante Programm für das Jubiläumsjahr 20.16 – 200 Jahre Salzburg bei Österreich – vor.

Das Jubiläum beleuchtet die Entwicklungen des Landes vom historischen Ausgangspunkt des Jahres 1816 an bis zu seiner heutigen Position im europäischen Kontext. Das Gedenkjahr ist Anlass zu einer differenzierten und durchaus kritischen Reflexion – in der Vergegenwärtigung geschichtlicher Prämissen wie der Betrachtung kultureller und sozialer Präsenz wie wirtschaftlicher Errungenschaften. Raum gegeben wird auch dem Aufbruch: In diesem Zeichen steht das Salzburger Zukunftslabor – im Hinblick auf den Leitgedanken "Ein Land im Wandel" ein wichtiges Themen-Segment dieses Jahres.

"Für mich ist dieses Jubiläum Anlass, Impulse zu setzen und den Spielraum für Kreatives, Neues und Innovatives zu schaffen – durchaus mit dem Mut, dass nicht alle Ideen in Zukunft umgesetzt werden können. Wichtig ist mir der Pioniergeist, den wir wecken wollen", betonte Haslauer.

Die Bandbreite der Projekte, die in den nächsten Monaten zur Umsetzung kommen, ist sehr groß: Konzerte, Theater, Kabarett und Darstellende Kunst, Filme, Literatur, Wissenschaft und Bildung sowie Projekte im Bereich der Infrastruktur. "Von Kinder- und Jugendprojekten über sozial-integrative Ansätze bis hin zu zeitgenössischer Kunst decken wir einen großen thematischen Bogen ab. Wir haben uns auch bemüht, alle Regionen thematisch einzubeziehen", sagte Urban.

Insgesamt liegen bisher rund 200 Projektideen vor. Prominenter Auftakt zu Salzburg 20.16 ist der begleitende Film zum Neujahrskonzert 2016. Die Auftaktveranstaltung findet am 15. Jänner 2016 im Mozarteum statt. Das Leuchtturmprojekt ist die Landesausstellung "Bischof. Kaiser. Jedermann. 200 Jahre Salzburg bei Österreich" im Salzburg Museum am Mozartplatz: Die Geschichte Salzburgs – glanzvolles Fürsterzbistum,  Kriegswirren, wechselnde Herrschaftsverhältnisse, der Weg in die Moderne – steht im Mittelpunkt der Ausstellungs-Trilogie, die von 30. April bis 30. Oktober 2016 zu sehen sein wird.

Die Salzburger Festspiele mit der Ouverture spirituelle und mit mehreren Uraufführungen sowie viele weitere Kulturveranstalter greifen das Jubiläumsjahr thematisch auf. Projekte aus der Freien Kulturszene werden mit 200.000 Euro unterstützt.

Weitere Programmpunkte sind unter anderem die Workshop-Reihe "Salzburg 2036" als Gemeinschaftsprojekt der Robert-Jungk-Bibliothek und des Vereins Akzente, die "autonome Zone" im Zukunftslabor, der große Festakt am 14. April 2016 zum Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von München, in dem die Habsburger und die Wittelsbacher das Schicksal Salzburgs besiegelt haben und ein buntes Fest der Volkskulturen von 8. bis 10. Juli 2016. Ein Online-Veranstaltungskalender, der alle Termine in Stadt und Land Salzburg mit Bezug zu Salzburg 20.16 präsentieren wird, ist in Vorbereitung. Dazu gibt es vielfältige Ausstellungen in 18 Regionalmuseen in Stadt und Land Salzburg und während des ganzen Jahres Veranstaltungen zu Musik, Theater, Kabarett, Bildende Kunst, Literatur, Festivals, Jugendprojekte, Workshops, Filme und Publikationen.

Für die Umsetzung des Gesamtprogramms stellt der Bund insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung. Das Land Salzburg bringt eine Million Euro auf. Die Stadt Salzburg steuert 750.000 Euro für die Landesausstellung im Salzburg Museum bei. Alles Wissenswerte steht auf der Website www.salzburg2016.at. t272-54 (grs/ram)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer, Tel.: 0662/8042-2325, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.