Erster Erfolg bei Solarstromspeicher-Pilotprojekt

Schwaiger: Solarstromspeicher erhöhen Eigenverbrauch von Sonnenstrom markant

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.12.2015
 

(LK)  Anfang 2014 startete das Land Salzburg das erste große Solarstromspeicher-Projekt Österreichs. Dafür hat Landesrat Josef Schwaiger ein Budget von 200.000 Euro bereitgestellt. Errichtet wurden im Jahr 2014 insgesamt 35 Anlagen. Auf Basis der vorliegenden Daten aus dem ersten Betriebsjahr gibt es nun die ersten positiven Nachrichten aus den neuen Solarstromspeicher-Haushalten. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaushalt beträgt der Eigenverbrauchsanteil einer 4 kWp Photovoltaik-Anlage etwa 30 Prozent. Also rund ein Drittel des Solarstroms wird direkt selber verbraucht, der Rest in das Stromnetz eingespeist. Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass der Eigenverbrauch einzelner Photovoltaikanlagen mit dem Speicher auf rund 72 Prozent angehoben wurde. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Anlagen, weil die eingesparte Kilowattstunde mit zirka 18 Cent zu bewerten ist, während die eingespeiste Energie derzeit rund drei Cent Ertrag bringt. Darüber hinaus wird das Stromnetz durch die Speicherung entlastet. Ob sich dieses außerordentlich gute Ergebnis bei allen geförderten Speicheranlagen wiederholt, wird die Endauswertung Anfang kommenden Jahres zeigen.

"Unsere Erwartungen zum Nutzen der Solarstromspeicher haben sich auf Basis der ersten Ergebnisse mehr als erfüllt. Unser Ziel bei diesem Pilotprojekt ist es, die Unabhängigkeit der einzelnen Bürgerinnen und Bürger zu stärken und das gelingt in bester Weise, wenn die ersten Einzelergebnisse auch in der Gesamtbilanz bestätigt werden", so Energiereferent Landesrat Josef Schwaiger heute, Mittwoch, 16. Dezember. "Ein weiterer Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind ist auch die Tatsache, dass Salzburg österreichweit als Vorreiter in Sachen Photovoltaikspeicher gilt und in der Steiermark eine Förderung mit demselben Namen aufgelegt wurde. Weitere Bundesländer folgten unserem Beispiel. Wenn wir den Masterplan Klima + Energie 2020 umsetzen wollen, sind genau solche Maßnahmen und Förderungen in innovative Technologien notwendig. So wie Deutschland vor einem Jahrzehnt durch die Förderungspolitik die Photovoltaik in eine flächendeckende Ausrollung brachte und dadurch die Module wesentlich günstiger und konkurrenzfähiger geworden sind, ist Salzburg als kleines Bundesland jetzt Türöffner für einen technologischen Schritt mit ähnlicher Bedeutung", betonte Schwaiger abschließend. t294-20 (lmz/kg)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: 0662/8042-2700, Mobil: 0664/3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.