Raumplanung der Gemeinden im Zeichen der Baukultur

Rössler: Neues Salzburger Raumordnungsgesetz soll die Bedeutung der Baukultur unterstreichen

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.01.2016
 

(LK)  Zu einem Gespräch über das Thema Raumplanung und Baukultur lud kürzlich die Initiative Architektur ins Kulturkraftwerk oh456 in Thalgau ein. Über das aktuelle Thema Baulandsicherungsmodell in der Gemeinde Thalgau diskutierten Bürgermeister, Gemeindevertreter sowie Expertinnen und Experten.

Zu Beginn des Gesprächs stellte Josef Mathis, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Zwischenwasser in Vorarlberg und Obmann des Vereins Zukunftsorte, die Gemeinde Zwischenwasser als erfolgreiches Beispiel für eine gelungene Gemeindeentwicklung mit innovativen Raumplanungsansätzen vor. Auf Basis eines breit angelegten Prozesses mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde wurde die Weiterentwicklung des Ortes diskutiert und festgelegt. Das Beispiel Zwischenwasser zeige, wie wichtig klare Festlegungen in der Raumplanung und eine gelebte Baukultur für die Entwicklung der ländlichen Regionen sind.

Ulrike Böker, Landtagsabgeordnete in Oberösterreich, wies in ihrem Beitrag auf die Wichtigkeit des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden im Hinblick auf nachfolgende Generationen hin. Für eine gute und abgestimmte Gemeindeentwicklung ist aus ihrer Erfahrung eine breite Beteiligung der Bevölkerung unumgänglich.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler merkte an: "Die Novelle des Salzburger Raumordnungsgesetzes soll Maßnahmen enthalten, die die Bedeutung der Baukultur unterstreichen. Ein umfassender Ansatz bei Projekten zur Gemeindeentwicklung ist dabei wesentlich. Gute Beispiele von bereits umgesetzten Planungskonzepten gibt es in den Gemeinden Seekirchen am Wallersee und Saalfelden."

Derzeit ist zusammen mit dem Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen die Erarbeitung eines Leitfadens, der sich mit der Qualität von Baulandsicherungsmodellen auseinandersetzt, in Ausarbeitung. Insgesamt sind für die Gemeinden eine strategische Planung sowie die Unterstützung qualitätsvoller Architektur maßgebliche Erfolgsfaktoren. Dabei geht es auch um die Stärkung der Identität der jeweiligen Gemeinde.

Die intensive Diskussion zum Thema Raumplanung und Baukultur zeigte auf, wie wichtig und aktuell dieses Thema ist. Deshalb wird die Initiative Architektur zu einem Fortsetzungsgespräch einladen. 160126_53 (grs/sm)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: 0662/8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.