Deutlich weniger Strom- und Wasserverbrauch an LFS Kleßheim

Schwaiger: Durch Energiespar-Contracting konnten 20 Prozent bei der Wärme und 15 Prozent beim Strom eingespart werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.02.2016
 

(LK)  Der Energie- und Wasserverbrauch an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Kleßheim konnte im Vorjahr signifikant gesenkt werden. Grund ist ein Energiespar-Contracting, das das Land Salzburg mit der Firma Proenergy abschloss. Darüber berichtete Landesrat Josef Schwaiger heute, Montag, 15. Februar.

Mit diesem Konzept wurden in der LFS Kleßheim die Wärme- und Stromverteiler-Anlagen auf dem Campus technisch optimiert. Dies garantiert dem Land Salzburg als Betreiber der Schule während der Vertragslaufzeit von 15 Jahren eine Energieeinsparung von rund 20 Prozent bei der Wärme und zehn Prozent beim Strom.

"Das Land Salzburg verfolgt engagiert die Umsetzung seiner Klimaziele", betonte Energielandesrat Schwaiger. "Energie in allen Bereichen einzusparen, ist eine Hauptaufgabe, wenn wir die ambitionierten Ziele des Masterplans Klima und Energie 2020 erreichen wollen. Mit dem sehr erfolgreichen Projekt in der LFS Kleßheim erfüllt das Land einmal mehr seine Vorbildfunktion beim Energiesparen. Die Landwirtschaftlichen Fachschulen sind bei solchen Zukunftsprojekten Vorreiter."

Rudolf Krugluger, Leiter des Referats Energiewirtschaft und -beratung des Landes, erklärte: "Aus den Einsparungen refinanzieren sich die Sanierungskosten der Anlagen in Höhe von 195.000 Euro sowie die laufenden Betriebs- und Instandhaltungskosten. Das Land übernimmt die einmaligen Investitionskosten und erhält abzüglich aller laufenden Kosten eine garantierte Einsparung von 70.000 Euro über die Vertragsdauer."

"Und die Landwirtschaftliche Fachschule in Kleßheim profitiert sofort von einer sanierten Anlagentechnik", so Johann Eßl, Direktor der LFS Kleßheim. Ein weiterer Vorteil für das Land ist, dass das gesamte Kosten- und Betriebsrisiko von Proenergy getragen wird. Werden die zugesagten Energieeinsparungen nicht erreicht, greift die vertragliche Garantie, und das Land erhält eine Ausgleichszahlung.

Die Bilanz an Einsparungen im Jahr 2015 zeigt, dass bei der Wärmeenergie witterungsbereinigt rund 20 Prozent eingespart werden konnten. Das sind rund 300.000 Kilowattstunden und entspricht der Versorgung von rund 50 Neubauwohnungen mit Heizung und Warmwasser.

Die Stromeinsparung beträgt rund 15 Prozent oder 56.000 Kilowattstunden, das Ziel wurde um fünf Prozent übererfüllt. Dies entspricht einer Stromversorgung von rund 14 Haushalten.

Weitere Vorteile sind eine Reduktion der Instandhaltungskosten und eine Komfortsteigerung durch bessere Energieaufteilung.

Der Campus der LFS Kleßheim besteht aus zwölf mit Fernwärme versorgten Unterrichts-, Praxis-, Verwaltungs-, Internats- und Wohngebäuden auf einer Gesamtfläche von 13.612 Quadratmetern. Eine Analyse zeigte, dass die Heiz- und Warmwasseranlagen aufgrund veralteter Technik nicht optimal betrieben werden konnten, was zu großen Energieverlusten führte.

Zur Erreichung der Einsparziele war eine Sanierung der Wärmeverteileranlange und der elektrischen Energieverteilungsanlage notwendig. Es konnten 20 Pumpen eingespart werden. Anstatt 65 Umwälzpumpen sind nun 45 Pumpen im Einsatz. Weiters wurden drei Heizkreistrennungen eingespart. Eingebaut wurde eine neue Regelungstechnik inklusive Netzwerk und Thermostatventile, die Heizkreise wurden neu einreguliert. Wasser wird unter anderem durch neue Duschköpfe und WC-Spüleinsätze gespart. Vereinzelt wurden Dachböden isoliert und Dachbodentüren ausgetauscht. Der Stromverbrauch konnte durch energieeffiziente Technik bei Lüftung, Pumpen, Kühlung und Druckluft gesenkt werden. 160215_51 (grs/jus)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: 0662/8042-2700, Mobil: 0664/3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.