Vernetzungstreffen "Radverkehr Salzburg"

Mayr: Akteure des Radverkehrs vernetzen sich / Radverkehrsanteil im Bundesland soll gesteigert werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.04.2016
 

(LK)  Gestern, Donnerstag, 7. April, fand in der TriBühne Lehen in der Stadt Salzburg das erste Vernetzungstreffen "Radverkehr Salzburg" statt. Das Treffen ist eine Maßnahme, der im Vorjahr von der Landesregierung beschlossenen Radverkehrsstrategie 2015 bis 2025 "Fahr Rad in Salzburg!". Ziel dieser Veranstaltung ist das Kennenlernen der Aktivitäten und der Informationsaustausch. Der Einladung von Land und Stadt Salzburg sind mehr als 70 Personen, die mit dem Radverkehr befasst sind, gefolgt.

Stadt und Land Salzburg wollen Radverkehr fördern

Landesrat Hans Mayr und Baustadträtin Barbara Unterkofler betonten in ihren Statements die intensive Zusammenarbeit im Radbereich. Gemeinsame Ziele von Stadt und Land Salzburg sind es, den Radverkehr zu forcieren und in den nächsten Jahren zu steigern.

"Mit dem Rad zu fahren liegt im Trend. Radfahren ist auf kurzen Strecken das Verkehrsmittel der Zukunft. Der weitere Ausbau des Radwegenetzes und eine gute Infrastruktur rund um das Thema Rad sind mir ein wichtiges Anliegen", so Landesrat Mayr.

Strategie, Webseite, Radlkarte

Den Teilnehmenden wurden die Radverkehrsstrategie 2015 bis 2025 "Fahr Rad in Salzburg!" und die seit dem Vorjahr gemeinsam erstellte Webseite zum Radverkehr www.salzburgrad.at präsentiert. Auch die gemeinsame digitale Rad-Karte, die für das gesamte Bundesland und vier angrenzende deutsche Gemeinden gilt, wurde vorgestellt. Mit dieser www.radlkarte.info kann die empfohlene und alternativ die kürzeste Radroute zwischen individuellen Zielen angezeigt werden. Für unterwegs kann man sich mit der entsprechenden App auf den idealen Radverbindungen routen lassen. Gemeinde, Betriebe und Institutionen können die digitale Radlkarte auch auf ihren Webseiten integrieren.

Gemeinden als wichtiger Radpartner

Die Gemeinden sind maßgeblich bei der Radverkehrsförderung, weil das Fahrrad vor allem im Kurzstreckenbereich Vorteile bietet. Deshalb wird, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Regionalverbänden, das Landesradroutennetz überarbeitet. Noch vor dem Sommer starten die beiden Modellregionen "Zentralraum Pinzgau" und "südlicher Zentralraum – Salzachtal/Tennengau".

Der Radverkehrskoordinator der Stadt Salzburg Peter Weiss hat die "Radstadt" Salzburg präsentiert. Das Spektrum reicht von der Öffnung der Einbahnen als kostengünstige, aber sehr effiziente Radfördermaßnahme, über die neuen Radabstellplätze am Hauptbahnhof und die Radbrücke über die Rudolf-Biebl-Straße bis zu den Aktionen wie Fahrradfrühling am 15. und 16. April und Radservice-Tagen im Frühjahr und Herbst und der Förderung von Radanhängern bzw. Lastenrädern.

FahrRad-Beratung für Gemeinden

Das Land Salzburg hat 2014 die Auditierung "FahrRad-Beratung" für Anif initiiert und mitfinanziert. Bei diesem standardisierten Prozess werden bei vier moderierten Terminen in der Gemeinde unterschiedliche Aspekte des Radverkehrs (Rahmenbedingungen in Politik und Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Verkehrsorganisation und Infrastrukturmaßnahmen) untersucht. Gemeinsam wird ein Maßnahmen- und Zeitplan erarbeitet, der dann von der Gemeinde beschlossen und umgesetzt wird. Als zweite Gemeinde hat Saalfelden die "FahrRad-Beratung abgeschlossen" und startet nun mit der Umsetzung. Beim Vernetzungstreffen nahmen Saalfeldens Bürgermeister Erich Rohrmoser und Roland Rendl vom Verkehrsamt die Urkunde der "FahrRad-Beratung" von Landesrat Hans Mayr in Empfang.

Betriebliche Radförderung

Auch Betriebe haben Interesse, dass mehr Menschen mit dem Rad fahren: Radfahrende brauchen weniger Parkplatz, sind gesünder und leistungsfähiger. Sowohl die Salzburger Landeskliniken als auch die Universität Salzburg betreiben aktive Förderung des Radverkehrs durch unterschiedliche Maßnahmen wie qualitative, überdachte Radständer und ein kostenloses Fahrradservice.

Radverkehr als Querschnittsmaterie wird auch gefördert

Den interessierten Zuhörenden wurden auch die unterschiedlichen Förderschienen im Radverkehr präsentiert. Sowohl der Bund, als auch das Land Salzburg (Verkehrsplanung und Umweltabteilung) als auch einzelne Gemeinden fördern verschiedene Maßnahmen im Radverkehr. Informationen zu den Förderungen sind online abrufbar.

Die Präsentationsunterlagen der Veranstaltung sind ab nächster Woche auf der Webseite www.salzburgrad.at abrufbar. Aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung, soll es auch nächstes Jahr wieder ein salzburgweites Radvernetzungstreffen geben. 160408_30 (jus/ram)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: 0662/8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.