Kreative Auseinandersetzung mit Salzburgs Zukunft

Haslauer und Schellhorn: 17 Projekte der freien Kulturszene werden über "Wahre Landschaft" und "Salzburg 20.16" gefördert
Salzburger Landeskorrespondenz, 26. April 2016

(LK)  Aus Anlass der 200-jährigen Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich haben das Kulturressort des Landes und Salzburg 20.16 gemeinsam zu einer Ausschreibung für die freie Salzburger Kulturszene eingeladen. Über das Förderprogramm "Wahre Landschaft" sowie "Salzburg 20.16" konnten Projekte zu zwei Themen eingereicht werden: "An Grenzen gehen" und "Salzburg Utopie". Die Ausschreibung richtete sich an Kulturinitiativen und Kultureinrichtungen sowie an Künstlerinnen und Künstler im Land Salzburg. Die Gesamtdotation betrug 200.000 Euro. Eine Fachjury hat nun aus insgesamt 79 Einreichungen 17 Projekte zur Förderung vorgeschlagen, teilten Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Kulturreferent Heinrich Schellhorn heute, Dienstag, 26. April, mit. Der Start der Projekte muss 2016 erfolgen.

Gefördert werden über das Programm "Wahre Landschaft" folgende zehn Projekte:

  • die Radiofabrik für das mobile Lokalradioprojekt „RAD.io – Aus dem Innergebirg“ (18.000 Euro);
  • die Aktion "DorfkünstlerInnen" der Künstlergruppe Alpine Gothic (5.400 Euro);
  • "Salvagente", ein Abend mit bildender Kunst, Musik und Sprache der Societa Dante Alighieri (3.850 Euro);
  • das Symposion "An der Grenze" der Universität Salzburg (6.000 Euro);
  • das interdisziplinäre Stück "Disintegration and Integration" von Augustin Castilla-Avila (1.600 Euro);
  • "Wandel. Kunst für alle!" des Kulturvereins Doyobe (Onur Bakis), ein Projekt mit Musik und Medienarbeit, Film- und Theaterproduktionen, Projekten an Schulen und Dialog-Veranstaltungen (22.000 Euro);
  • "Mut zur Wahrheit in der Landschaft" des Vereins Geschichtswerkstatt St. Johann (Annemarie Zierlinger) (10.000 Euro);
  • das Wandertheaterprojekt in den Hohen Tauern: "An die Grenze – Eretz Austria" von teatro caprile (9.800 Euro);
  • refugee.tv des Filmemachers David Groß (10.000 Euro);
  • das Projekt "Wild" von Karla Lindinger und Korinna Lindinger (12.000 Euro).

Eine Förderung zum Schwerpunkt "Salzburg Utopie" von "Salzburg 20.16" erhalten folgende Projekte:

  • "Future Rearview. Ein Rückblick in die Zukunft" des Künstlerkollektivs gold extra, eine Aufbereitung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Form eines interaktiven Stadtplans (11.000 Euro);
  • "Prophescene 2160" von Andreas Ohrenschall, ein Prophecy Slam und dessen Analyse als Installation sowie die inhaltliche Einbindung von Publikum (20.000 Euro);
  • "Leerstandsnutzung" des Vereins disposed, der Frei-Räume für Ideen schafft (10.000 Euro);
  • "urban gardening" von Michael Sattler (Lobende Erwähnung);
  • das "Projekt Zukunft" von Richard Ruhm, bei dem Kinder ihre "Träume an die Zukunft" als kurze Texte formulieren, die dann auf Plakatständern in Salzburg sichtbar gemacht werden sollen (10.000 Euro);
  • "CreativityRules.Hallein" von Till Fuhrmeister/FH Salzburg, wobei durch Events und Vernetzung aller Kreativen in der Region Hallein zur "Hauptstadt der Kreativität in Österreich" gemacht werden soll (15.000 Euro);
  • die künstlerische Aktion "Home Sweet Home" der Szene Salzburg (23.000 Euro).

Die Jury bestand aus Gerhard Blechinger (Rektor der FH Salzburg), Marcus Hank (freischaffender Künstler) und Walter Spielmann (Leiter der Robert Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen). "Die Umsetzung der ausgewählten Projekte versprechen eine spannende, kreative, aber auch kontroverse Auseinandersetzung mit den Themen Zukunft, Grenzen und Utopie", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. "Ich danke der überaus diskussionsfreudigen Jury für die interessante und vielfältige Projektauswahl. Das Thema 'An Grenzen gehen' hat 33 Künstlerinnen und Künstler zu den unterschiedlichsten Projektideen inspiriert. Zehn davon erhalten eine Förderung zwischen 2.000 und 22.000 Euro. Die Bandbreite reicht vom Musikstück bis zur Kunst am Jägerhochsitz. Ich freue mich über die rege Teilnahme und natürlich schon jetzt auch auf die Durchführung", so Landesrat Heinrich Schellhorn.

Das Jubiläum Salzburg 20.16 dreht sich um die drei Grundsatz-Fragen des menschlichen Daseins: Woher kommen wir? Wer sind wir? Und wohin gehen wir? Die Ausschreibung an die Salzburger Kulturschaffenden griff diese drei Fragestellungen auf und knüpfte daran an, dass sich 1816 Grenzen verschoben haben. Regionen, die bisher zusammengehörten, wurden durch Staatsgrenzen getrennt. Andere Regionen näherten sich einander an. Chancen und Risiken für die Entwicklung Salzburgs sollen mit den Instrumenten der Kunst skizziert und diskutiert werden. 160426_20 (kg/sab)

 

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: 0662/8042-2325, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at und Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: 0662/8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at