Freizeitvergnügen mit Rücksicht auf die Natur

Schwaiger und Rössler: Tipps und Informationen auf der Website des Landes und unter www.respektieredeinegrenzen.at

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.06.2016
 

(LK) Besonders im Frühling und Sommer zieht es wieder viele hinaus in die Natur. Berge, Wälder und Seen sind beliebte Ausflugsziele. Bei allem Freizeitvergnügen darf die Natur dabei aber nicht zu kurz kommen, betonten heute, Donnerstag, 16. Juni, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Landesrat Josef Schwaiger und verwiesen auf die Websites des Naturschutzes des Landes und von "Respektiere deine Grenzen". Hier gibt es Informationen und Tipps, wie man sich in Wald und Flur richtig verhält, um die Pflanzen- und Tierwelt möglichst wenig zu beeinträchtigen.

"Bei jedem Aufenthalt in der Natur dringen wir Menschen in den Wohn- und Lebensraum der freilebenden Wildtiere ein. Der Respekt gebietet es, dass wir uns im Wald so verhalten, wie wir es von Gästen in den eigenen vier Wänden erwarten würden", so Hubert Stock, Projektleiter von "Respektiere deine Grenzen". In erster Linie heißt das, sich leise und aufmerksam zu bewegen. Wenn irgendwie möglich, sollte man zudem auf markierten Steigen und Wegen bleiben. Denn vor allem an viel begangenen Steigen tritt bei den Tieren oft auch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, das heißt, sie fühlen sich kaum mehr gestört.

Hingegen führt jede Störung im dicht bewachsenen Jungwald, wo die Tiere Schutz und Sicherheit finden, in der Regel zu panikartiger Flucht. Auch zu den Hauptäsungszeiten während der Dämmerungs- und Nachtzeit sollte man sich nach Möglichkeit nicht mehr im Wald aufhalten. Dauernde Störungen zu diesen Zeiten führen bei den Tieren zu Hunger oder Problemen mit dem Stoffwechsel.

Hunde an die Leine

Werden Hunde mit zu einem Ausflug in die Natur genommen, so sollten sie unbedingt an der Leine geführt werden. Ein freilaufender Hund löst bei Wildtieren immer Panik aus – und eine Flucht kostet den Tieren unnötig Energie. Besonders Muttertiere brauchen in dieser Zeit aber ohnehin sehr viel Energie, um ihre Jungen aufziehen zu können. Außerdem werden im Frühjahr und im Sommer vor allem Jungtiere all zu leicht Opfer freilaufender Hunde.

Auch ein weiterer Aspekt spricht für das Anleinen der vierbeinigen Begleiter. Landwirtschaftlich genutzte Flächen dienen während des Sommers als Produktionsflächen für hochwertiges Tierfutter. Sie sollten keinesfalls als "Hundetoilette" dienen.

Empfehlungen für einen fairen Umgang mit der Natur

Naturgenuss und Rücksicht auf die Natur dürfen einander nicht ausschließen. Mit der Beachtung einiger weniger Verhaltensregeln können Naturgenießerinnen und -genießer wild- und waldfreundlich unterwegs sein:

  • Schilder, Markierungen und Ruhezonen unbedingt beachten
  • Auf markierten Routen und Wegen bleiben
  • Fütterungen und freien Äsungsflächen des Wildes großräumig ausweichen
  • Wiederaufforstungsflächen meiden
  • Während der Dämmerungs- und Nachtzeit sich nicht mehr im Wald oder am Berg aufhalten
  • Hunde an der Leine führen
  • Hunde während der Vegetationsperiode nicht frei auf landwirtschaftlich genutzten Flächen laufen lassen
  • Im Wald auf keinen Fall Feuer machen
  • Abfälle wieder mit nach Hause nehmen

"Respektiere deine Grenzen" ist eine Aktion des Landes Salzburg und wird vorwiegend mit Geldern der Agrar- und Naturschutzabteilung unterstützt. 160616_40 (sab/grs)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at, und Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.