Hochwasserschutz Mattig in Obertrum präsentiert

Bundesminister Rupprechter überzeugte sich von erfolgreich umgesetztem Hochwasserschutzprojekt in Obertrum

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.06.2016
 

(LK)  Die Hochwasserereignisse der Jahre 2002 und 2013 in Obertrum am See zeigten einen dringenden Handlungsbedarf, da die Mattig im Ortsgebiet bereits bei 30-jährlichen Ereignissen - lokal sogar früher – über die Ufer trat und das angrenzende Siedlungsgebiet überflutete. Die Planung des Hochwasserschutzes erfolgte auf Initiative von Simon Wallner, Bürgermeister von Obertrum, innerhalb kurzer Zeit. Mit den Bauarbeiten wurde noch im Winter 2014/2015 begonnen. Eine erste Bewährungsprobe bestand der Hochwasserschutz in Obertrum bereits nach den schweren Niederschlägen am 1. Juni dieses Jahres. Heute, Freitag, 24. Juni, präsentierte Bundesminister Andrä Rupprechter gemeinsam mit Landesrat Josef Schwaiger und Bürgermeister Simon Wallner den Hochwasserschutz Mattig.

"Wenn sich die Menschen, wie es in Obertrum der Fall ist, einig sind, können dringend notwendige Schutzprojekte sehr rasch umgesetzt werden. Ich bedanke mich bei der Gemeinde und vor allem auch den Obmännern der Wassergenossenschaften Mattig für die sehr gute Zusammenarbeit und bei jenen, die ihre Grundstücke für die Aufweitungen zur Verfügung gestellt haben. Für die rasche finanzielle Unterstützung des Bundes mit 45 Prozent der Kosten danke ich Bundesminister Andrä Rupprechter. In dieser kurzen Zeit so ein Projekt umzusetzen, ist nur mit guten Partnern möglich, und so konnten wir die Menschen in Obertrum bereits Anfang Juni vor großen Schäden bewahren. Das Geld ist hier sehr gut investiert. Ohne den Hochwasserschutz würden bei Hochwasserereignissen in Zukunft deutlich höhere Kosten durch Schäden anfallen", sagte Landesrat Josef Schwaiger.

"Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig der Schutz vor Naturgefahren ist. Er zählt zu den bedeutendsten Aufgaben meines Ressorts. Für die Sicherheit der Lebens-, Siedlungs- und Wirtschaftsräume arbeiten wir eng mit dem Land Salzburg und den Gemeinden zusammen. Wir setzen gemeinsam Maßnahmen, um den Menschen in Gefahrengebieten optimale Unterstützung zu bieten: durch Vorsorge, Hilfe und Information", erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter.

"Mehr als 100 Millimeter Niederschlag in 14 Stunden ließen die Mattig in Obertrum am See am 1. Juni stärker anschwellen als beim Hochwasser im Jahr 2013. Sofort nach der Alarmierung nahmen die Freiwillige Feuerwehr und Mitarbeiter des Bauhofes die Pumpen in Betrieb und errichteten den mobilen Hochwasserschutz. So konnten die Wassermassen weitestgehend ohne Schäden abgeführt werden. Das hat ganz klar gezeigt, dass die Menschen in Obertrum nun auch bei solchen Starkregenereignissen wieder sicher sind", sagte Simon Wallner, Bürgermeister von Obertrum.

Fakten zum Hochwasserschutz Mattig

Mehr als 50 Objekte an der Mattig werden nun vor einem 100jährlichen Hochwasser geschützt. Bei den Bauarbeiten wurde die Mattig auf 1.600 Metern Länge aufgeweitet, vier Hektar bestehende Retentionsflächen im Mattigfeld wurden gesichert.

Das Ortsgebiet wird vorrangig von Mauern mit einer Länge von rund 600 Metern und Dämmen mit einer Länge von rund 800 Metern geschützt. Die Hinterlandentwässerung erfolgt mit Hilfe eines Entlastungskanals  und im Wesentlichen einem Pumpwerk mit einer Leistung von 350 Litern pro Sekunde. Neu errichtet wurde die Sixtenbrücke.

Die Gesamtkosten von 1.150.000 Euro werden zu 45 Prozent vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich getragen, 40 Prozent übernimmt das Land Salzburg und 15 Prozent die Interessenten. (lmz/sab) 160624_110

 

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.