Ausstellung der Fürstlichen Sammlungen im DomQuartier

Haslauer/Schellhorn: Herausragende Ausstellung im DomQuartier anlässlich '200 Jahre Salzburg bei Österreich'

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.07.2016
 

(HP)  Bei einem Festakt im Carabinierisaal der Residenz zu Salzburg eröffneten heute, Freitag, 29. Juli,  Landeshauptmannn Wilfried Haslauer, Landesrat Heinrich Schellhorn, Geschäftsführerin des DomQuartiers Elisabeth Resmann sowie Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein die Sonderausstellung "Menschenbilder-Götterwelten. The Worlds of Gods and Men" im DomQuartier Salzburg. Die Kunstsammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein gehören zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Welt. Von 30. Juli bis 16. Oktober präsentieren sie in der Ausstellung "Menschenbilder – Götterwelten. The Worlds of Gods and Men" im DomQuartier Salzburg Meisterwerke aus über 300 Jahren klassischer europäischer Malerei und Skulptur.

Göttlicher Aufmarsch

"Die Darstellung von Menschen, Gott und Göttern ist das schönste Thema der bildenden Kunst", sagte Johann Kräftner, Direktor der Fürstlichen Sammlungen und verantwortlich für Konzept und Gestaltung der Ausstellung. "In der Sonderschau in Salzburg wird dieses Thema mit Exponaten aus über 300 Jahren visualisiert. Wir zeigen in diesem Zusammenhang das Beste vom Besten." In zehn Sälen der Residenzgalerie und vier Räumen des Nordoratoriums des Salzburger Doms sind insgesamt 67 Gemälde und 21 Skulpturen und Plastiken der Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, der Residenzgalerie Salzburg sowie der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, der Hohenbuchau Collection und der Fürstlich Schwarzenberg’schen Kunststiftung Vaduz ausgestellt. Die Werke stammen von Künstlern wie Anthonis van Dyck, Rembrandt, Frans Hals, Heinrich Friedrich Füger, Adrian de Vries oder Andrea Mantenga.

Im großen Gesellschaftszimmer der Residenzgalerie Salzburg erwartet die Ausstellungsbesucher einer der Höhepunkte der Ausstellung: eine Explosion des Themas barocker Dynamik und Bewegung in den großformatigen Gemälden von Peter Paul Rubens, wie sie noch nie in dieser Dichte  in einem Raum erlebt werden konnte. "Boreas und Oreithya" (um 1615) aus der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, "Mars und Rhea Silvia" (um 1616/1617) der Fürstlichen Sammlungen sowie deren "Auffindung des Erichthoniusknaben" (um 1616) sowie der "Ganymed" (1612) der Fürstlich Schwarzenberg’schen Kunststiftung zünden ein einzigartiges Feuerwerk, das erleben lässt, wie die Kultur der Antike und des Barock zu einer dynamischen Synthese verschmelzen.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer verweist darauf, dass die Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein und die Residenzgalerie Salzburg mit ihren Beständen aus der ehemaligen Gemäldegalerie der Grafen Czernin schon seit vielen Jahren durch die PRIVATE ART COLLECTIONS, einem Verbund altösterreichischer Adelssammlungen,  intensiv miteinander verbunden sind. "Das Projekt einer großen Ausstellung der Private Art Collections mit den Glanzlichtern aus dem Sammlungsbestand des Hauses Liechtenstein ist der Höhepunkt dieser guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Es freut mich sehr, dass wir im großen Jubiläumsjahr 2016 anlässlich '200 Jahre Salzburg bei Österreich' eine derart herausragende Ausstellung im DomQuartier Salzburg präsentieren können", so Haslauer.

Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn betont, dass diese hochkarätige Sonderschau ein besonderes Ereignis darstellt. Es freue ihn sehr, dass es gelungen sei, die Ausstellungsfläche dafür zu vergrößern. Somit könnten ausgewählte Objekte der fürstlichen Skulpturen-Sammlung im Nordoratorium des Salzburger Doms bewundert werden. Dieses bilde mit seinen architektonischen Gegebenheiten den idealen Rahmen für die Präsentation der Skulpturen und Plastiken der Renaissance und des Barock. "Mit Menschenbilder – Götterwelten gelingt es, Salzburg als internationalen Museumsstandort weiter zu stärken. Salzburg stellt im Sommer 2016 damit eines der absoluten Kultur-Highlights in Österreich dar."

Die Geschäftsführerin des DomQuartiers, Elisabeth Resmann, führt aus, dass mit dem DomQuartier ein international einzigartiges Museumsprojekt etabliert wurde: "Wir möchten dieses Profil mit Sonderausstellungen, in denen wir bedeutende Kunstwerke namhafter Institutionen und Internationaler Sammlungen darbieten, schärfen. Deshalb freut es uns sehr, dass wir heuer Spitzenwerke der Fürstlichen Sammlungen präsentieren können. Eine hochkarätige Ausstellung dieser Art wird in Salzburg nicht mehr so bald zu sehen sein." Deshalb sei ein maßgeschneidertes Rahmenprogramm entworfen worden, um dem Publikum diese Einzigartigkeit angemessen vermitteln zu können. Neben speziellen Führungen, Veranstaltungsreihen und Workshops werde es als Highlight eine Lesung zum Götter-Thema mit dem Festspiel-Jedermann Cornelius Obonya sowie ein kammermusikalisches Konzert mit dem aufstrebenden jungen Geiger Jury Revich geben.

Die Ausstellung wird von der LGT, dem internationalen Private Banking und Asset Management Haus der Fürstenfamilie von Liechtenstein, gesponsert und vom Land Salzburg sowie der Erzdiözese Salzburg unterstützt. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Ausstellung Teile unserer Kunstsammlung nun erstmals einem grösseren Publikum in Salzburg zugänglich machen können", sagte Prinz Philipp von und zu Liechtenstein, Chairman LGT. Die mit Niederlassungen in Wien und Salzburg vertretene LGT ist Hauptsponsorin der Ausstellung. "Meine Familie fühlt sich seit jeher der Kunst und Kultur eng verbunden. Unsere Kunstsammlung wurde über Jahrhunderte aufgebaut und ist ein hervorragendes Beispiel für unser langfristig ausgerichtetes Denken und Handeln."

Menschenbilder – Götterwelten. The Worlds of Gods and Men

Eine Ausstellung mit Meisterwerken von LIECHTENSTEIN. The Princely Collections Vaduz-Vienna und den von ihnen betreuten Sammlungen der Fürstlich Schwarzenberg’schen Kunststiftung und der Hohenbuchau Collection sowie der Residenzgalerie Salzburg und der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.

DomQuartier Salzburg

Das DomQuartier Salzburg umfasst mit dem Residenz- und Dombereich das barocke Herzstück der Altstadt, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Mit dem DomQuartier wurde ein einzigartiges internationales Museumsprojekt realisiert. Der 1,3 Kilometer lange Rundgang ermöglicht eine spannende Zeitreise auf den Spuren der Salzburger Fürsterzbischöfe. Dieses höchst interessante Zusammenspiel von Herrschaftsgeschichte und Architektur wird durch Kunstschätze aus den reichen Sammlungen des Landes, der Erzdiözese und der Erzabtei bereichert.

LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Die Anfänge der Fürstlichen Sammlungen reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück und wurzeln im barocken Ideal des kunstsinnigen fürstlichen Mäzenatentums. Bis heute wird die Sammeltätigkeit fortgesetzt. Die Sammlungen sind mit wechselnden Sonderausstellungen oder Leihgaben ständig im Ausland vertreten. Aufsehenerregende internationale Präsentationen konnten den hervorragenden Ruf der Fürstlichen Sammlungen stärken, zuletzt in Japan, Singapur, China, Russland, Taiwan, Korea, Italien und Frankreich.

LGT

Die LGT ist eine führende internationale Private Banking und Asset Management Gruppe, die sich seit über 80 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindet. Per 31.12.2015 verwaltete die LGT Vermögenswerte von CHF 132.2 Milliarden (USD 132.2 Milliarden) für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger. Die LGT beschäftigt über 2.200 Mitarbeitende an mehr als 20 Standorten in Europa, Amerika, Asien und dem Mittleren Osten. www.lgt.com 160729_34 (lmz)