Hochwasserschutz mit Mehrwert für Mensch und Natur

Rössler und Schwaiger: Gelungenes Hochwasserschutzprojekt mit hohem Anteil an ökologischen Maßnahmen an der Taurach

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.08.2016
 

(LK / Video)  Seltene Tiere haben ihre Lebensräume wieder zurückerobert. Auch der Fluss selber, die Taurach, kann sich hier wieder eigendynamisch entfalten. Und nicht zuletzt gewinnt der Mensch ein Stück naturnahes Erholungsgebiet zurück.

Die Taurach im Abschnitt zwischen Flusskilometer 1,7 und 2,35 in Tamsweg ist ein Vorzeige-Beispiel, wie sich Maßnahmen für den Hochwasserschutz und flussökologische Maßnahmen zum Vorteil aller verbinden lassen.

"Bei zahlreichen Projekten zum Hochwasserschutz im Land Salzburg werden schon seit vielen Jahren neben den baulichen Maßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung auch zahlreiche ökologische Maßnahmen, die einen Mehrwert für Mensch und Natur bringen, realisiert", betonten heute, Donnerstag, 11. August, Naturschutzreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Wasserwirtschafts-Landesrat Josef Schwaiger.

Insgesamt investierten der Bund, das Land Salzburg und die Marktgemeinde Tamsweg (gemeinsam mit der Wassergenossenschaft Taurach Tamsweg und mit Beitrag der Gemeinde St. Andrä im Lungau) zwischen 2013 und 2015 rund 2,4 Millionen Euro in dieses Projekt an der Taurach. Davon wurde immerhin ein Viertel, also 600.000 Euro, für ökologische Maßnahmen ausgegeben.

Das Einzugsgebiet umfasst 378 Quadratkilometer, 90 Häuser werden geschützt. Die Taurach wurde auf einer Länge von rund 700 Metern bis maximal 25 Meter zusätzlich verbreitert. Schotterinseln, natürliche Sohlstrukturen und flache Ufer wurden geschaffen. Darüber hinaus wurden die Einmündung in den Lessachbach verbessert und die Taurachbrücken ohne Pfeiler errichtet. Außerdem entstanden ein neuer Erholungsbereich und ein begleitender Radweg entlang der Taurach.

22 gelungene Hochwasserschutzprojekte im Überblick

Das Projekt an der Taurach ist eines von insgesamt 22 ausgewählten gelungenen ökologischen Maßnahmen bei Hochwasserschutzprojekten, die in der aktuellen Broschüre "Ökologie im Hochwasserschutz. Eine Reise an den Flüssen Salzburgs" kompakt und bebildert zusammengefasst sind. Die Broschüre kann unter der E-Mail-Adresse schutzwasserwirtschaft@salzburg.gv.at kostenlos bestellt werden.

In diese 22 ausgewählten Hochwasserschutzprojekte aus den vergangenen 15 Jahren wurden insgesamt 118,95 Millionen Euro investiert, davon 24,95 Millionen Euro in Maßnahmen mit ökologischer Wirkung, das sind im Durchschnitt 21 Prozent. Aus dem Lungau sind in dieser Broschüre drei Projekte beschrieben. Für diese drei Projekte flossen insgesamt 8,6 Millionen Euro, davon 2,7 Millionen für ökologische Maßnahmen, das sind 31,4 Prozent.

Dabei handelt es sich neben dem Projekt in Tamsweg um Hochwasserschutzmaßnahmen an der Mur in St. Michael im Lungau und in Unternberg. Für das Projekt in St. Michael wurden von 2010 bis 2012 insgesamt 600.000 Euro ausgegeben, davon 400.000 für ökologische Maßnahmen, das sind 67 Prozent. Für das Projekt in Unternberg wurden von 2013 bis 2016 insgesamt 5,6 Millionen Euro ausgegeben, davon 1,7 Millionen für ökologische Maßnahmen, das sind 30 Prozent. 160811_51 (grs/ram)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at, und Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.