Borkenkäfergefahr in Salzburgs Wäldern

Schwaiger: Trockener Sommer und Herbst 2015 sowie milder Winter begünstigten Vermehrung von Borkenkäfern

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.09.2016
 

(LK)  Der Sommer 2015, mit einer lang andauernden Schönwetterperiode, ist noch vielen in positiver Erinnerung. Weniger Freude mit dem sommerlichen Prachtwetter, der langen Trockenheit im Herbst und dem späten Frost im heurigen Frühjahr hatten die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sowie die Forstleute. Dieser Wetterverlauf setzte dem Wald zu und begünstigte den Aufbau der Borkenkäferbestände. Die Gebirgswälder kamen aufgrund regelmäßiger Niederschläge mit einem "blauen Auge" davon.

"Die Waldbäume im Land Salzburg mussten einiges aushalten", sagte Landesrat Josef Schwaiger heute, Montag, 12. September. "Ein starkes Blühen im Jahr 2015, die Trockenheit im Herbst, der generell milde Winter und ein später Frost haben die Bäume geschwächt. Sie konnten den Angriffen von Borkenkäfern wenig entgegensetzen. Trotz des feuchten Wetters im heurigen Frühjahr und Sommer, treten nun vermehrt abgestorbene Bäume, sogenannte Käfernester auf. Die Landesforstdirektion ersucht deshalb, verstärktes Augenmerk auf befallene Bäume zu legen, diese rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Nur so können ein weiteres Ausbreiten der Borkenkäfer eingedämmt und größerer Schaden für Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer verhindert werden."

"Das Erkennen des Befalls von stehendem Holz ist aber keine einfache Sache", so Landesforstdirektor Michael Mitter. "Harzfluss im Kronenbereich und Bohrmehl am Stamm und am Boden sind ein sicheres Indiz, aber oft schwer zu erkennen. Die verstärkte Tätigkeit von Spechten weist ebenfalls auf eine gute Besiedelung des Baums mit Borkenkäfern hin. Die hohe Luftfeuchtigkeit verlangsamt aber ein Austrocknen der Nadeln, sodass die Bäume aus der Ferne betrachtet oft noch gesund wirken."

Auffällig im heurigen Jahr sind auch das vermehrte Auftreten des sonst selteneren Lärchenborkenkäfers und einzelne Fälle von Tannenborkenkäferbefall. Auch hier gilt es, befallene Bäume rasch zu entfernen, um eine Massenvermehrung der Schädlinge zu verhindern. 160912_61 (sm/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.