Umwelt-Verdienstzeichen für 20 engagierte Persönlichkeiten

Rössler und Schwaiger: Besondere Leistungen in den Kategorien Naturschutz, Umweltschutz und Klima sowie Energie ausgezeichnet

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.09.2016
 

(LK)  Das Land Salzburg verlieh heute, Dienstag, 20. September, erstmals das Salzburger Umwelt-Verdienstzeichen. Bei einer Festveranstaltung im Kuenburgsaal der Neuen Residenz zeichneten Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Landesrat Josef Schwaiger damit 20 Frauen und Männer aus.

Gewürdigt wurden deren besondere Verdienste und Leistungen auf den Gebieten des Salzburger Natur- und Landschaftsschutzes, des Umwelt- und Klimaschutzes, der nachhaltigen Entwicklung sowie der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

"Natur, Landschaft und Umwelt sind sensible Güter, mit denen wir sorgsam umgehen müssen, damit auch künftige Generationen noch günstige Lebensbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten vorfinden", so Natur- und Umweltschutzreferentin Rössler. "Oft sind es die Bemühungen oder Aktivitäten einzelner Personen, die örtlich oder regional wichtige Impulse dafür setzen, Beeinträchtigungen der Umwelt zu vermeiden, eingetretene Schäden zu beheben oder zukunftsweisende Projekte etwa für den nachhaltigen Energieeinsatz zu entwickeln. Heute zeichnen wir 20 Menschen aus, die sich persönlich über Jahre für die Umwelt eingesetzt haben und so wesentlich zum Schutz der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft beigetragen haben."

"Mit einem Anteil von 45,6 Prozent an erneuerbarer Energie im Jahr 2014 liegt Salzburg im österreichischen Spitzenfeld und weit über dem Österreich-Durchschnitt von 33 Prozent. Trotzdem haben wir noch große Anstrengungen vor uns, wenn wir die Ziele des Masterplans Klima und Energie 2020 erreichen wollen", sagte Energiereferent Schwaiger.

"Die wichtigen Schritte, die bei den erneuerbaren Energien bisher gesetzt wurden, wären ohne das Engagement einzelner Bürgerinnen und Bürger nicht passiert. Heute werden Menschen, die sich persönlich der Energiewende und den erneuerbaren Energien verschrieben haben, geehrt. Ihr Engagement für Zukunftsprojekte wie beispielsweise den Aufbau von Biomasse-Heizwerken oder für die Photovoltaik hat große, positive Auswirkungen auf Menschen und Umwelt in Salzburg. Mit dem Verdienstzeichen sagen wir Danke für diesen persönlichen Einsatz zum Wohl vieler Salzburgerinnen und Salzburger", betonte Schwaiger.

Die Auszeichnung wird auf Vorschlag einer unabhängigen Jury an einzelne Personen vergeben, die sich seit mehr als zehnjähriger Tätigkeit für eine Gemeinde oder eine andere Einrichtung besondere Verdienste erworben haben oder die besondere Leistungen von über das Land Salzburg hinausreichender Bedeutung erbracht haben. Das Umwelt-Verdienstzeichen wird ab nun jährlich an bis zu 20 Personen verliehen. Folgende Personen wurden heute mit dem Salzburger Umwelt-Verdienstzeichen gewürdigt:

Kategorie Energie

Bürgermeister Johann Ganisl (Nußdorf) für das Engagement bei der Renaturierung der Oichten und der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage in diesem Zusammenhang.

Alois Hammerschmid (Maria Alm) für den langjährigen Einsatz für erneuerbare Energie und Energieeffizienz, insbesondere für die regionale Nutzung von Biomasse.

Architekt Erich Peter Six (Salzburg) für die jahrzehntelange Pionierarbeit für energieeffiziente Gebäude und erneuerbare Energie.

Prälat Nicolaus Wagner (Michaelbeuern) für den Einsatz für die Nutzung von Biomasse im Bundesland Salzburg.

Kategorie Naturschutz

Heinrich Brennsteiner (Uttendorf) für die Schaffung und Betreuung von Biotopen im Pinzgau.

Bürgermeister Johann Grießner (Lamprechtshausen) für den jahrzehntelangen Einsatz für das Weidmoos und andere wichtige Naturschutzprojekte auf Gemeindeebene.

Werner Grininger (Berndorf) für den besonderen Einsatz als Berg- und Naturwache-Organ.

Herbert Höfelmaier (Ostermiething) für das Weidmoos-Vogelmonitoring.

Reinhard Kaiser (Bürmoos) für den jahrzehntelangen Einsatz für das Bürmooser Moor.

Werner Kommik (St. Michael im Lungau) für die Rettung der Braunkehlchenpopulation im Lungau.

Bürgermeister Markus Kurcz (Elixhausen) für die maßgebliche Mitarbeit bei der Renaturierung des Ursprunger Moores.

Gerhard Oberholzner (Elixhausen) für die maßgebliche Mitarbeit bei der Renaturierung des Ursprunger Moores.

Ferdinand Robl (Zell am See) für den Biotopschutz im Pinzgau und landesweite Aktivitäten im Naturschutz.

Hiltrud Stockinger (Neumarkt am Wallersee) für die zahlreichen Naturschutzaktivitäten in der Gemeinde und mit den Gemeindebürgerinnen und -bürgern.

Heinz Thomasser (Puch/St. Jakob) für sein Lebenswerk für den ehrenamtlichen Naturschutz.

Kategorie Umweltschutz und Klima

Matthäus Buchner (Göming) für die langjährige Leitung des Altstoffsammelzentrums in Weitwörth.

Hans Eder (Salzburg) für die jahrzehntelange Arbeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Nord und Süd.

Ulli Gladik (Wien) für den Film "Global Shopping Village".

Walter Spielmann (Wals-Siezenheim) für die langjährige Tätigkeit als Leiter der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.

Christian Vötter (Bramberg am Wildkogel) für das Projekt Bramberger Apfeltresterpulver. 160920_22 (rb/kg)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at und Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.