Kindheit und Jugendzeit als entscheidende Lebensphasen

Stöckl/Berthold/Kindergesundheit: Das breite Angebot des Landes im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit wird jetzt noch sichtbarer gemacht

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.09.2016
 

(LK/Video)  "Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat in der Gesundheitspolitik des Landes Salzburg einen hohen Stellenwert und dementsprechend gibt es zahlreiche Initiativen und Projekte, die die Gesundheit der kleinen und jungen Menschen in den Mittelpunkt rücken. Die Förderung der körperlichen und psychosozialen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Maßnahmen im Gesundheitsressort. Auch unter den in der Gesundheitsplattform beschlossenen Salzburger Gesundheitszielen sind sehr viele darunter, die auf die Verbesserung der Kindergesundheit abzielen. Da Kinder- und Jugendgesundheit eine Querschnittsmaterie ist, gibt es gerade in diesem Bereich eine starke und sehr gute ressortübergreifende Zusammenarbeit, beispielsweise mit den Ressorts für Familie, Kinderbetreuung, Soziales, Sport oder Bildung."  Das erklärte heute, Mittwoch, 21. September, Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl beim 10. Orientierungslauf der Initiative "Bewegte und gesunde Schule Salzburg" in Hellbrunn, bei dem er gemeinsam mit Jugend- und Sportlandesrätin Martina Berthold die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte.

"Mir ist wichtig, unsere Kinder und Jugendlichen früh für Sport und aktive Bewegung in der Natur zu begeistern. Erfolgreiche Veranstaltungen wie die Landessportaktion Jugend zum Sport weisen uns hier den richtigen Weg. Dort haben diesen Sommer in zwei Wochen insgesamt 6.000 Kinder teilgenommen und konnten sich dort auch von vielen neuen Sportarten überzeugen lassen. Erfahrene Trainerinnen und Trainer garantierten dabei ein hohes Niveau bei der Betreuung", betonte Jugend- und Sportlandesrätin Martina Berthold.

Sie hob an dieser Stelle auch die wertvolle Nachwuchsarbeit von mehr als 1.000 Salzburger Vereinen mit mehr als 1.600 Sektionen hervor. "Hier arbeiten tagtäglich viele Trainerinnen und Trainer ehrenamtlich mit den kleinen motivierten Nachwuchssportlern", so Berthold.

Stöckl und Berthold nahmen den vom Arbeitskreis für Vorsorgemedizin (AVOS) veranstalteten Jubiläumslauf der "Bewegten und gesunden Schule Salzburg" auch zum Anlass, auf die zahlreichen Aktivitäten und Initiativen des Landes im Zusammenhang mit der Kindergesundheit hinzuweisen. "Die Maßnahmen und Projekte für Kinder und Jugendliche setzen an den wesentlichen Lebenswelten von den jungen Menschen an und haben zum Ziel, sie in ihrer Entwicklung bestmöglich zu fördern und zu unterstützen. Wenn es um Gesundheit geht, kann nie früh genug damit begonnen werden", betonten Stöckl und Berthold.

"Birdi" für junge Familien und deren Kinder

In diesem Zusammenhang verwies Stöckl auf das Projekt "Birdi" als noch relativ junges Angebot des Landes Salzburg und der Sozialversicherung für junge Familien und deren Kinder. "Birdi" bietet Unterstützung durch ausgebildete Familienbegleiterinnen für Familien, in denen aus sozialen, finanziellen oder psychischen Gründen ein Gefühl der Belastung oder Überforderung entsteht. Ziel ist die Stabilisierung junger Familien. "Familien brauchen Unterstützung, damit sie ihren Kindern gute Bedingungen für das Aufwachsen bereitstellen können. Wenn wir gleich am Anfang unterstützen, geben wir jungen Familien die Chance, ihr Leben selber in den Griff zu bekommen. Das ist gut für die Menschen, aber auch für unsere Sozial- und Gesundheitsbudgets, die mit weniger Folgekosten belastet werden", so Stöckl. "Nachdem dieses Projekt in Salzburg mit viel Engagement aufgebaut wurde und erfolgreich läuft, hoffe ich, dass der Bund nach der Bereitstellung der Gelder für die Pilotphase 'Birdi' in die Regelfinanzierung übernimmt", so Stöckl.

Erfolgreiche Gesundheitsprojekte von Land und AVOS

Zu den besonders erfolgreichen und bestens etablierten Projekten und Maßnahmen, mit denen das Land gemeinsam mit dem Kooperationspartner AVOS regelmäßig tausende Kinder und Jugendliche erreicht, zählen laut Stöckl der "Gesunde Kindergarten", die "Gesunde Volksschule Salzburg", die "Bewegte Schule – Gesunde Schule" sowie die Initiative "Aktiv gesund durch die Lehre". Diese Projekte beruhen auf den Säulen Bewegung, Ernährung, Umwelt und Sicherheit und Lebenskompetenz. Darüber hinaus werden in vielen "gesunden Gemeinden" besondere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche gesetzt.

Zahlreiche Präventionsprogramme

"Einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leisten die Präventionsprogramme. Dazu zählen beispielsweise die Gesundheitserziehung mit dem Schwerpunkt Zahn in unseren Kindergärten und Volksschulklassen sowie in den Elternberatungsstellen sowie die Augenreihenuntersuchungen in den Kindergärten. Auch die Schulärztinnen und Schulärzte an den Pflichtschulen, die Untersuchungen von Jugendlichen an den Berufsschulen und die Impfprogramme tragen wesentlich zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen bei. Sehr erfolgreich läuft auch das Vorsorgeprojekt SALTO, das in den Kindergärten und in den Gemeinden ansetzt. Dabei werden Kinder unter der Einbindung der Eltern dazu angeleitet, gesünder zu essen und körperlich aktiv zu werden. SALTO will dazu beitragen, die Zahl von Salzburger Kindern mit gesundem Körpergewicht bei Schuleintritt zu erhöhen", betonte Stöckl.

Therapeutische Frühförderung und Kinderseelenhilfe

Darüber hinaus stehen für die Förderung der Gesundheit spezielle Maßnahmen für vulnerable und gefährdete Gruppen von Kindern und Jugendlichen bereit. Zu diesen zählen die therapeutische Frühförderung, die "Kinderseelenhilfe" des Vereins Pro Mente, das Projekt "Kindheit im Schatten" des Vereins JOJO, fachärztliche Beratungen und Untersuchungen von Schülern mit psychosomatischen und psychophysiologischen Problemen sowie Asthmaprojekte und Asthmabasisschulungen für Kinder und Jugendliche.

Bestmögliche Versorgung in den Spitälern

"Nicht unerwähnt lassen will ich an dieser Stelle, dass wir in unseren Spitälern ein umfassendes Angebot haben, das die bestmögliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen garantiert. Gerade am Uniklinikum Salzburg und im Krankenhaus Schwarzach hat man sich in den vergangenen Jahren sehr stark mit den Erwartungen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt und die daraus gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt, so dass wir in beiden Versorgungsregionen Salzburgs ein erstklassiges Angebot in der Kinder- und Jugendmedizin haben", so Stöckl.

Infos zur Kindergesundheit auf Website des Landes

"Die Kindheit und Jugendzeit sind entscheidende Lebensphasen für präventive und gesundheitsfördernde Angebote, weil die erzielten Effekte das gesamte weitere Leben wirken. Wichtig ist, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, welche Aktivitäten und Initiativen das Land in diesem Bereich setzt und einen Überblick haben. Deshalb werden wir unter www.salzburg.gv.at/kindergesundheit alle relevanten Informationen zusammenfassen, benutzerfreundlich aufbereiten und sie so einer breiten Bevölkerungsschicht auf Knopfdruck zur Verfügung stellen", so Stöckl.  160921_23 (RB/sab)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at und  Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.