Strategien gegen den Flächenfraß

Schwaiger bei Diskussion zum Bodenverbrauch bei Konferenz Europäischer Regionen und Städte

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.09.2016
 

(LK)  In Österreich werden pro Tag 16 Hektar Boden verbraucht, das sind 22 Fußballfelder. Jeden Tag werden in Salzburg eineinhalb Fußballfelder verbraucht. Die Auswirkungen des Bodenverbrauchs spüren wir vor allem bei extremen Wetterereignissen immer häufiger in Form von Überflutungen und Muren. "Salzburg ist ein Land, in dem lediglich rund ein Fünftel der Fläche besiedelt werden kann. Hier treffen verschiedenste Nutzungsinteressen auf engstem Raum aufeinander. Vom Bedürfnis nach Wohnraum, Arbeitsraum, Mobilitätsraum bis hin zu Erholungs- und Naturschutzraum. Umso wichtiger ist es, mit diesem knappen Gut entsprechend sorgsam umzugehen. Es soll und kann nicht so sein, dass die landwirtschaftliche Nutzung das letzte Glied ist. Hier gilt es die verschiedenen Nutzerbedürfnisse sorgfältig abzuwägen", erklärte Agrar-Landesrat Josef Schwaiger heute, Montag, 26. September, bei einer Podiumsdiskussion zu Herausforderungen für die Regionen und Städte bei der Nachhaltigkeit im Bereich Bodennutzung während der vom Institut der Regionen Europas (IRE) organisierten 12. Konferenz Europäischer Regionen und Städte, die noch bis morgen im Salzburger Kongresshaus stattfindet. Rund 200 politische und wirtschaftliche Entscheidungsträgerinnen und -träger aus den verschiedenen Regionen Europas setzen sich dabei schwerpunktmäßig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander.

"Wir müssen deswegen mehr Bewusstsein in den Köpfen der Menschen schaffen, damit Bodenschutz auch gelebt wird. Insbesondere bei den Entscheidungsträgern, in den Planungsbüros und in den Gemeinden ist es wichtig, dass Bodenschutz von Anfang an mitgedacht wird", so der Landesrat weiter. Dazu gehören für Schwaiger auch die bauliche Verdichtung nach innen sowie die Nutzung von Baulücken und Leerständen. "Das geht Hand in Hand mit dem Thema Ortskernbelebung. Es kann nicht sein, dass die Dorfzentren aussterben und am Rand der Flächenfraß unvermindert weitergeht. Das Thema Leerstände muss in Zukunft noch mehr in den Fokus rücken und auch darüber nachgedacht werden, wie etwa leerstehende Betriebsgelände mitunter auch wieder für die Landwirtschaft nutzbar gemacht werden können", sagte Schwaiger. 160926_60 (sm/jus)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.