Biobäuerinnen aus Bhutan informieren sich über Biolandwirtschaft

Berthold: Wichtiger Austausch für Bäuerinnen und Bauern aus Salzburg und Bhutan

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.10.2016
 

(LK)  Der 22-jährige Biobauer aus Bhutan Tashi Dorji und die 28-jährige Biobäuerin Tshering Wangmo waren heuer acht Wochen lang in Salzburg zu Gast. Sie besuchten den Biobauernhof der Familie Feldinger in Wals und tauschten sich zum Anbau von Biogemüse aus.

Das Königreich Bhutan ist ein Binnenstaat in Südasien. Der Himalayastaat ist knapp so groß wie Österreich und beherbergt 754.000 Einwohner. Um die biologische Landwirtschaft in Bhutan weiter auszubauen, unterstützt der Verein Bhutan Netzwerk mit dem  Projekt "Organic Farmers Exchange Programme (OFEP)" die dortigen Bauern. Organisches Anbauen ist darüber hinaus ein Hauptfokus der königlichen Regierung von Bhutan.

Die Ziele von OFEP sind vielfältig. Es geht zum einen darum, die Rolle der Frauen in Bhutan zu stärken. Diese sind in vielen Regionen oftmals die Vorstände auf den Bauernhöfen. Zudem sollen das Landleben in Bhutan vitalisiert, die Jugendarbeitslosigkeit reduziert, der Wert von Handarbeit gestärkt und wirtschaftliches Wachstum im Bereich Landwirtschaft geschaffen werden. Die Studienreisen der OFEP bieten jungen Dorfbewohnern die Möglichkeit, biologischen Anbau in Österreich kennenzulernen.

Zu Gast bei Rosina und Georg Feldinger

Dieses Jahr waren die Gäste aus Bhutan zu Besuch am Ökohof von Rosina und Georg Feldinger in Wals. Die Familie Feldinger widmet sich voll und ganz dem Anbau von Biogemüse. Alle Bioprodukte können stets frisch im eigenen Hofladen in der Grünauerstraße 5 in Wals gekauft werden.

"Salzburg kann im Bereich der Entwicklungshilfe mit Vorzeigeprojekten wie dem "Organic Farmers Exchange Programme" viel für die Bevölkerung in Bhutan erreichen. Die Biobäuerinnen und -bauern aus Bhutan wenden das in Salzburg erworbene Wissen über biologische Landwirtschaft zuhause in Bhutan an und haben sich mittlerweile schon zu einem nachbarschaftlichen Netzwerk zusammen getan. Zuletzt wurde dort ein Ofen zum Brotbacken gebaut, der für die Bäuerinnen und Bauern eine zusätzliche Einkommensquelle darstellt. Umgekehrt können viele Salzburger Biobäuerinnen und Biobauern viel Inspiration aus Bhutan für ihre Arbeit gewinnen", betonte Landesrätin Martina Berthold heute, Donnerstag, 6. Oktober. 161005_11(ram/sab).

 

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.