Spatenstich für das neue Kunstdepot des Museum der Moderne Salzburg

Haslauer und Schellhorn bei Spatenstich in Guggenthal

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.11.2016
 

(HP)  Heute, Dienstag, 15. November, fiel in Guggenthal, Gemeinde Koppl, der Startschuss für den Bau des neuen Kunstdepots des Museum der Moderne Salzburg, das bis Ende 2017 fertiggestellt werden soll. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Landesrat Heinrich Schellhorn, Direktorin Sabine Breitwieser und Kaufmännischer Direktor Christian Prucher sowie Erik Eybl, Vorstandsmitglied der Generali Foundation, nahmen an dem offiziellen Spatenstich teil. Architekt Eric Auffarth und als Vertreter des Bauherrn kunstdepot gmbh, Geschäftsführer Markus Eberharter, stellten den Bau vor.

Das dreigeschoßige Depotgebäude wird eine Nutzfläche von rund 4.600 Quadratmeter umfassen, davon sind rund 3.396 Quadratmeter als Depotfläche und 1.230 Quadratmeter für Serviceräume vorgesehen. Der Neubau trägt dem dringenden Bedarf des Museum der Moderne Salzburg nach geeigneten Depot- und Serviceräumen sowie den wachsenden Sammlungen Rechnung. Er ermöglicht die Übersiedelung der 2014 dem Museum als Dauerleihgabe anvertraute hochkarätigen Sammlung Generali Foundation aus Wien und deren Zusammenführung mit den museumseigenen Sammlungen und weiteren Dauerleihgaben. Das Museum der Moderne Salzburg lagerte seine Bestände bisher an drei Standorten. Die große Bedeutung, die das neue Depot für das Museum besitzt, verdeutlichte die Direktorin Sabine Breitwieser: "Der Bezug des neuen Kunstdepots ist ein Quantensprung für das Museum der Moderne Salzburg, mit dem alle bisherigen Defizite in der Infrastruktur wettgemacht werden. Das Museum wird dann endlich seine Kunstobjekte an einem zentralen Ort professionell und sachgerecht lagern können. Wir verfügen damit dann endlich auch über Werkstätten, insbesondere über Räume für die konservatorische Betreuung der Sammlungen. Mit dem neuen Depot sind die Bestände künftig besser für Forschung und internationale Leihanfragen zugänglich." Der Kaufmännische Direktor Christian Prucher begrüßte die Konzentration der Depots auf eine Außenstelle, nur etwa 25 Fahrminuten vom Museum entfernt, das bedeute "eine kostensparende Verbesserung die Logistik".

"Nach der Teilrenovierung des Rupertinum, der Errichtung des Probenhauses des Landestheaters und dem Bau des Hauses der Volkskulturen befindet sich mit diesem Bau nun ein weiterer kulturpolitischer Meilenstein vor dem Abschluss", betonte Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, die erforderliche Finanzierung des langersehnten und dringend erforderlichen Kunstdepots aufzubringen. Diese bauliche Neuerungen – Rupertinum und Kunstdepot – stärken das Museum der Moderne Salzburg noch weiter im internationalen Vergleich, ebenso Salzburg als Zentrum für Kunst und Kultur generell." Der anlässlich eines Private-Public-Partnership Modells für das Museum der Moderne Salzburg, die Generali Foundation und das Land Salzburg als Mieter errichtete Neubau beläuft sich auf sieben bis acht Millionen Euro und wird von dem privaten Financier IPC Project consulting GmbH errichtet.

Initiative von Landeshauptmann Haslauer

Den maßgeblichen Anstoß zur Investition in die Errichtung eines professionellen Kunstdepots gab Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Er betonte, dass "mit dem Neubau die modernen und zeitgenössischen Kunstschätze des Landes unter optimalen konservatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen für die Zukunft bewahrt werden". "Mit der konzeptuell und wissenschaftlich angelegten Sammlung Generali Foundation am Museum der Moderne Salzburg positioniert sich das Land Salzburg als noch stärkerer Anziehungspunkt für Kunstfreunde aus aller Welt", zeigte sich Haslauer erfreut. "Im Jahr 2014 wurde eine nachhaltige fruchtbare Zusammenarbeit mit der Generali Foundation abgeschlossen, die über eine Dauerleihgabe weit hinaus geht; auch die Bibliothek und drei Personalstellen wurden nach Salzburg verlagert. Für die richtige Aufbewahrung und den Umgang mit den Objekten wird ein neues Kunstdepot nach aktuellem Stand der Technik errichtet, von dem das Museum insgesamt stark profitiert, da die Sammlung bisher auf drei Depots verteilt war. Daher gilt mein Dank neben allen, die das Projekt gemeinsam vorangetrieben haben, vor allem Direktorin Sabine Breitwieser und der Generali Foundation, die ihre wertvolle Sammlung dem Museum der Moderne anvertrauen", so Haslauer.

Die Sammlung der Generali Foundation zählt mit rund 2.500 Werken von 220 international renommierten Künstlerinnen und Künstlern zu den bedeutendsten privaten Sammlungen in Österreich. Erik Eybl, Vorstandsmitglied der Generali Foundation, freute sich, "dass die herausragende Sammlung nun in Salzburg langfristig eine Heimat finden wird". 161115_11 (ram/jus)

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