Neues Photovoltaik-Pachtmodell für öffentliche Gebäude und Gemeinden

Salzburg AG errichtet auf Dächern der SALK drei weitere Photovoltaik-Anlagen

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.11.2016
 

(HP)  Die Salzburg AG errichtet mit ihrem neuen Produkt "Photovoltaik-Pachtmodell für Gemeinden und öffentliche Gebäude" auf Dächern der SALK drei weitere Photovoltaik-Anlagen. Auf dem Dach des Hauses A (Chirurgie West) des Landeskrankenhauses Salzburg wird eine bestehende Anlage um eine Modulfläche von 60 Quadratmetern erweitert. Dadurch werden zusätzlich rund 10.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr produziert. Eine weitere Anlage wird in der Landesklinik St. Veit im Pongau errichtet, wo rund 32.000 Kilowattstunden Strom zum Eigenverbrauch erzeugt werden können. Eine dritte zusätzliche Photovoltaik-Anlage wird Mitte 2018 in der Landesklinik Tamsweg errichtet. Diese bislang größte Anlage der SALK mit einer Leistung von 44 kWpeak kann jährlich etwa 50.000 Kilowattstunden Eigenstrom erzeugen. Mit der seit 2013 bereits bestehenden Photovoltaik-Anlage ergibt sich damit eine Gesamtersparnis von rund 122.200 Kilowattstunden pro Jahr, welche die Salzburger Landeskliniken nicht vom Netz beziehen, sondern so den Strom dort verbrauchen, wo er produziert wird.

Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl erklärt: "Schon ab 2018 werden die Salzburger Landeskliniken auf ihren Dächern Ökostrom in Höhe des Jahresstromverbrauches von etwa 35 Einfamilienhäusern erzeugen. Besonders Unternehmen des Landes müssen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten und ihre CO2-Emissionen reduzieren. Zusätzlich leistet man hier auch noch einen wirtschaftlichen Beitrag und schont mit dem Einsatz von Solaranlagen Steuergelder. Das Beispiel zeigt sehr gut, dass wir stets bemüht sind, in unseren Krankenhäusern die Ausgaben zu senken, ohne die Patienten und Mitarbeiter zu belasten." Der Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, Paul Sungler, betont: "Die Sonne steht uns als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung – und kostet nichts. Es ist gut, dass unsere bestehenden Anlagen nun erweitert werden. Besonders unsere sonnenreichen Standorte wie die Landesklinik St. Veit im Pongau und die Landesklinik Tamsweg im Lungau können wir mit den neuen Anlagen klimaschonend mit Solarstrom versorgen."

Das Land Salzburg und die Salzburg AG setzen bei diesem Projekt gemeinsam partnerschaftliche Impulse zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Die Gemeinden bzw. Gebäudebesitzer pachten die Anlage für zwanzig Jahre und erhalten dafür einen garantierten Energieertrag. "Mit der neuen Photovoltaik-Förderung motivieren wir noch mehr Menschen und Organisationen, den Großteil des benötigten Stroms aus sauberer Sonnenenergie zu erzeugen, dadurch die Unabhängigkeit des Bundeslandes und der Bevölkerung in der Energieerzeugung zu steigern und den Klimaschutz zu forcieren. Besonders auf bestehenden Bauwerken ist das Potenzial für Photovoltaik in Salzburg sehr groß. Alleine auf den gut geeigneten Dachflächen im Bundesland könnten insgesamt 22 Millionen Quadratmeter Photovoltaik-Anlagen montiert und so rund drei Millionen Megawattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht in etwa 80 Prozent des Endenergieverbrauchs bei Strom. Mir ist es wichtig, dieses enorme Potenzial wesentlich stärker zu nutzen und dafür auch Geld in die Hand zu nehmen", sagt Landesrat Josef Schwaiger. Die Förderung setzt sich zusammen aus einem Sockelbetrag von 5.000 Euro und einem Zuschuss von 20 Prozent der Netto-Investitionskosten. "Besonders gefördert wird die Qualitätssicherung der Anlagen. Wartet ein Dritter die Photovoltaik-Anlage professionell, erhöht sich der Sockelbetrag der Förderung um 2.500 Euro. Damit ist auch nach mehreren Jahren die bestmögliche Leistung der Solarpaneele gewährleistet", betont Schwaiger.

Mit einem neuen Sonnenstrom-Komplettpaket bietet die Salzburg AG Full-Service für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen ab einer Leistung von 25 kWpeak auf öffentlichen Gebäuden und für Gemeinden. Möglich wurde dies aufgrund einer Kooperation der Salzburg AG mit der Energieförderung des Landes Salzburg. "Der Kunde profitiert mehrfach – es entstehen keine Investitionskosten, da die Anlage für 20 Jahre gepachtet wird. Wir kümmern uns um die komplette Projektabwicklung – von der Errichtung über Förderabwicklung bis hin zu Betrieb und Wartung der Anlage", sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG und Vorstandskollege Horst Ebner setzt fort: "Aus Kunden werden damit Stromproduzenten und öffentliche Institutionen und Gemeinden ermutigt, selbst Solarstrom zu produzieren und damit einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten." Mit dem Sonnenstrom-Komplettpaket für öffentliche Gebäude und Gemeinden bringt die Salzburg AG ein weiteres All-In Produkt auf den Markt.

Wie Gemeinden zu einer Photovoltaik-Anlage kommen

Interessierte Gemeinden können unter der kostenlosen Serviceline 0800/660 660 ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren, bei dem die Daten und Fakten des Gebäudes (Objektbegehung, Verbrauch, Lastprofile) erhoben werden. Auf Basis dieser Angaben wird die optimale Anlagengröße für den jeweiligen Standort und den individuellen Bedarf an der Photovoltaik-Anlage festgelegt. Nach Ausarbeitung des Konzepts durch die Salzburg AG wird dieses dem Auftraggeber zur Genehmigung vorgelegt. Die Pachtkosten des Photovoltaik-Pachtmodells für öffentliche Gebäude und Gemeinden betragen 104 Euro jährlich pro kWpeak über eine Dauer von zwanzig Jahren. Die Mindestgröße der Anlage beträgt 25 kWpeak. Diese können auf mehrere Standorte zu mindestens zehn kWpeak aufgeteilt werden. Dabei wird ein möglichst hoher Eigenstromverbrauch angestrebt. 161116_110

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

 

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