Schülerinnen und Schüler versehen Schule mit Brandzeichen

Schellhorn: Kunstprojekt bietet Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Auseinandersetzung mit sich, der Umwelt und der Gesellschaft

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.11.2016
 

(LK)  Die Landwirtschaftliche Fachschule Winklhof in Oberalm und der Fonds Kunst am Bau laden heute, Mittwoch, 23. November, 19.00 Uhr, zur Präsentation des Schul-Kunstprojekts "Branding" in das neue Internatsgebäude der Schule ein. Die Vernissage wird von den Schülerinnen und Schülern musikalisch begleitet.

Branding ist ein Wandgestaltungsprojekt mit Brandstempeln, das unter der Leitung des österreichischen Künstlers Claus Prokop realisiert und vom Land Salzburg mit 30.000 Euro gefördert wurde. Gemeinsam mit dem in Vorarlberg geborenen Künstler hinterließen die Schülerinnen und Schüler ihre Spuren im Internatsgebäude. Brandstempel sind eine traditionelle Form der dauerhaften Kennzeichnung von Holz.

"Die Schülerinnen und Schüler drücken der Schule ihren Stempel auf, neben der sichtbaren Gestaltung entsteht dabei auch eine soziale Skulptur", so der Künstler.

Am Kunstprojekt beteiligten sich rund 200 Schülerinnen und Schüler. Claus Prokop erarbeitete mit jeder Klasse die sozialen Skulpturen, entwickelte mit den Jugendlichen Motive für Brandzeichen und ging den Fragen nach: Was ist ein Zeichen, was ist ein Logo, was ist ein Label generell? Und besonders zentral: Was repräsentiert mich?

Prokop leitete die Schülerinnen und Schüler dabei an, ein Zeichen für sich zu finden und fertigte die Stempel nach den Entwürfen der Schülerinnen und Schüler an. Diese konnten von den Schülerinnen und Schülern mitgenommen werden.

"Kunstprojekte an Schulen haben eine wichtige Aufgabe. Denn Lernen anhand von Kunst bietet den Schülerinnen und Schülern ein besonders hohes Maß an Auseinandersetzung mit sich, der Umwelt und der Gesellschaft", betonte Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn heute im Vorfeld der Präsentation. "Dieses Projekt zeichnet sich nicht nur durch die aktive und kreative Einbindung der Schülerinnen und Schüler aus, sondern auch durch die Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlich sehr aktuellen und relevanten Thema, das besonders durch die sozialen Medien verstärkt wird und die Fragen aufwirft: Wie repräsentiere ich mich? Was und wie will ich wahrgenommen werden?", so Schellhorn, der sich bei Claus Prokop und der Schule Winklhof bedankte, "dass sie dazu beigetragen haben, dass kreative Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern in Schulen realisiert werden können".

Claus Prokop wurde 1966 in Klagenfurt geboren, er lebt und arbeitet in Wien. Er absolvierte das Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien sowie der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und The Cooper Union School. 161123_53 (grs/sab)

Weitere Informationen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

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