Veranstaltungsreihe zur Erforschung von Migration

Berthold: Diskussionen und Workshops bringen wichtige Impulse für die Integrationsarbeit

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2016
 

(LK)  Migration ist so alt wie die Menschheit. Und auch Fluchtbewegungen sind ein aus der Geschichte bekanntes Phänomen. Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie sich woanders bessere Lebensbedingungen erhoffen, sie werden vertrieben oder sie fliehen vor Gewalt, Hungersnot, Unterdrückung. Wie eine Gesellschaft mit freiwilliger oder erzwungener Migration umgeht, ist nicht nur eine ökonomische, sondern insbesondere eine politische und kulturelle Frage.

Das hochaktuelle Thema "Zukunft Migration" steht am 1. und 2. Dezember im Zentrum der "Salzburger Diskurse". Zahlreiche Vorträge, Workshops und Podiumsgespräche werden von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen mit Partnern zum Jubiläumsjahr Salzburg 20.16 organisiert. Die gesamte Tagung blickt in die Zukunft der Migrationsgesellschaften. Fragen der Rechtsphilosophie werden ebenso gestellt wie jene zum Arbeitsmarkt, zur Situation geflüchteter Frauen, zur Rolle der Medien und der Politik. Die Ergebnisse sollen in die Flüchtlings- und Integrationsarbeit im Land Salzburg einfließen.

"Die Salzburger Diskurse zur Zukunft Migration liefern wertvolle Grundlagen für die politische Arbeit. Die umfassende Erforschung von Flucht hat viele Dimensionen – von der ökonomischen bis zur rechtlichen und gleichstellungspolitischen oder auch der Rolle der Presse und Medien", unterstrich heute, Sonntag, 27. November, Integrations- und Asyllandesrätin Martina Berthold, die dem intensiven Austausch, aufschlussreichen Debatten und neuen Anregungen erwartungsvoll entgegenblickt.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 1. Dezember, um 19.00 Uhr mit drei Vorträgen und einer anschließenden Diskussion. Diese beschäftigen sich mit dem Thema "Chance und Risiko. Wie Flucht und Migration unsere Gesellschaft verändern". Die Vortragenden nähern sich dieser Frage aus unterschiedlichen Perspektiven: Gudrun Biffl beispielsweise präsentiert die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen von Migration. Und Karl-Heinz Meier-Braun reflektiert die Rolle der Medien.

Am Freitag, 2. Dezember, finden ab 8.30 Uhr sechs Workshops statt. Darin werden Fragen zur Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration, die Situation von Frauen auf der Flucht, Identitäten und Werthaltungen von Migrantinnen und Migranten, das Bild der Migrantinnen und Migranten in den Medien und Integration durch städtebauliche Maßnahmen diskutiert. Die Vielfalt von lokalen, nationalen und internationalen Referentinnen und Referenten aus dem Praxisbereich macht die Workshops für fachspezifisch wie allgemein Interessierte attraktiv.

Die Tagung schließt mit einer Podiumsdiskussion am Freitag, 16.30 Uhr, unter anderem mit Landesrätin Berthold, Birgit Einzenberger von der Weltflüchtlings-Organisation UNHCR Österreich, Silvia Hahn, Vizerektorin der Universität Salzburg. Tagungsorte sind das Stadtwerk, Strubergasse 26 (Hochhaus) und 18 (Robert-Jungk-Bibliothek). Nähere Informationen zum Programm sowie zu den Referentinnen und Referenten finden sich unter www.jungk-bibliothek.org/migration. Es wird keine Tagungsgebühr eingehoben. Um Anmeldung online wird ersucht. 161127_51 (grs/sab)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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