Hilfe durch Katastrophenfonds in 435 Fällen

Schwaiger: Bei Katastrophenfondssitzung Beihilfen in der Höhe von rund 2,5 Millionen Euro beschlossen

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.12.2016
 

(LK)  Bei der Sitzung des Katastrophenfonds des Landes Salzburg vergangene Woche wurden für 435 Schadensfälle Beihilfen in der Höhe von rund 2,5 Millionen Euro beschlossen. Der Soforteinsatz in Bad Gastein, genauer im Kötschachtal nach dem schweren Unwetter am 30. Juli 2016, machte mit rund 200.000 Euro die höchste Beihilfenzahlung aus.

"Schäden durch lokal begrenzte Unwetter dominierten diese Sitzung des Katastrophenfonds. Vor allem kleinräumige Überflutungen und Muren werden in den kommenden Jahren durch die zunehmenden Starkregenereignisse häufiger auftreten. Umso wichtiger ist es, eine Versicherung für solche Schäden abzuschließen und zu überprüfen, ob die bestehende Versicherung auf dem aktuellen Stand ist. Denn im Gegensatz zu Versicherungen kann der Katastrophenfonds nur eine Leistung erbringen, wenn eine Existenzgefährdung und ein Mindestschaden von 1.000 Euro vorliegen. Die Entschädigung durch den Fonds kann nicht den Gesamtschaden ersetzen. Im Mittelpunkt steht immer die Hilfe in existenzbedrohlichen Situationen", sagte heute, Donnerstag, 1. Dezember, Landesrat Josef Schwaiger.

In der jüngsten Sitzung wurden unter anderem Waldschäden von rund 1,3 Millionen Euro, Soforteinsätze mit Kosten von einer Million Euro, Wegschäden von rund 680.000 Euro, Wohnhausschäden mit rund 210.000 Euro und Flurschäden von rund 150.000 Euro besprochen. Insgesamt wurde eine Beihilfenauszahlung von rund 2,5 Millionen Euro beschlossen.

Im heurigen Jahr wurden dem Katastrophenfonds bisher mehr als 550 Fälle gemeldet, die vor allem Orkanschäden und Vermurungen betreffen.

Mit dem Katastrophenfonds verfolgt das Land Salzburg das Ziel, Bürgerinnen und Bürger in existenzgefährdenden Situationen zu helfen. Dieser Fonds ersetzt jedoch keine Elementarversicherung, da die Beihilfenhöhen wesentlich geringer sind als Entschädigungen von Versicherungen. 161201_110 (rb/kg)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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