Trübe Aussichten für weiße Weihnachten

Auswertung der meteorologischen Daten der vergangenen 40 Jahre für den 24. Dezember

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.12.2016
 

(LK)  Die Auswertung der meteorologischen Daten der vergangenen 40 Jahre für den 24. Dezember durch die Landesstatistik, ergibt für das Flachland eher trübe Aussichten auf weiße Weihnachten. In den vergangenen vier Jahrzehnten war dies in der Stadt Salzburg nur 16 Mal der Fall (40 Prozent). Im Innergebirg (Zell am See) kann man sich hingegen durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine weiße Schneedecke am Weihnachtsabend machen. So konnte man sich zumindest 31 Mal (82 Prozent) über Schnee zu Weihnachten freuen. Ein genauerer Blick auf die Wetterdaten der vergangenen 40 Jahre zeigt jedenfalls deutlich, wie unterschiedlich das Wetter zu dieser Jahreszeit sein kann.

In der Stadt Salzburg (Messstation Flughafen) lagen die Tageshöchsttemperaturen seit 1975 zwischen - 5,7 und + 15,1 Grad Celsius. Besonders warm war es nicht nur 2013 mit den erwähnten + 15,1 Grad Celsius, sondern auch 1988 (+ 11,4 Grad Celsius) oder 1995 (+ 11,2 Grad Celsius). In diesen Jahren reichte wohl eine leichte Jacke für den Besuch der Christmette – der Daunenmantel konnte getrost im Schrank bleiben. Frieren musste das Christkind dagegen 2001: Das Thermometer zeigte die Tiefsttemperatur von - 16,9 Grad Celsius an.

Weihnachten 2001 war nicht nur im Hinblick auf die Temperatur ein Ausnahmejahr. Es war eines der insgesamt nur 13 Jahre, in dem am Heiligen Abend in Salzburg Schnee fiel und mit einer Schneedecke von 17 cm zumindest für eine ausreichende Unterlage zum Rodeln auf den Stadthügeln gesorgt war. In nur sieben Jahren seit 1975 war die Schneedecke in der Stadt Salzburg mindestens 10 cm dick, in immerhin 16 Jahren lag überhaupt Schnee - oder zumindest traurige Reste der weißen Pracht. Häufiger als Winter(sport)bekleidung musste man in den vergangenen 40 Jahren den Regenschirm auspacken: 17 Mal regnete es am 24. Dezember, sechs Mal davon wurden am selben Tag auch Schnee- oder Graupelschauer beobachtet. Die Niederschlagsmengen blieben dabei stets moderat und erreichten nur 1977 und 1995 mit 14,1 mm bzw. 13,0 mm mehr als 10 Liter pro Quadratmeter. 

Aber auch im Innergebirg musste man an Weihnachten Regen in Kauf nehmen. Die Messstation Zell am See, die auf einer Seehöhe von 766 m liegt, meldete für den 24. Dezember in sechs Jahren Niederschlag in Form von Regen, häufiger, nämlich in neun Jahren schneite es an diesem Tag (für 2010 und 2011 liegen keine Angaben vor). Die Niederschlagsmenge war im Jahr 1977 dabei mit 14,3 mm ähnlich hoch wie in der Stadt Salzburg, in den Jahren 1988 und 1989, die im Norden des Landes wenig auffällig waren, betrugen sie dagegen im Schnitt 20 mm. Wenig überraschend ist, dass in Zell am See am Heiligen Abend deutlich öfter eine geschlossene Schneedecke zu beobachten war, als an der Wetterstation am Salzburger Flughafen. 31 Mal konnte man seit 1975 im Zeller Becken "weiße Weihnachten" feiern und in der Regel reichte der Schnee nicht nur zum Bau eines Schneemannes, sondern sorgte auch im Tal für Sportlichkeit – zumindest beim Schneeräumen. In sechs Jahren war die Schneedecke mehr als 30 cm dick, in den Jahren 1986 und 2005 betrug sie sogar 60 cm oder mehr.

Am Weihnachtsfest 2001, das für die Stadt Salzburg die niedrigsten Temperaturen in den letzten 40 Jahren brachte, sank in Zell am See das Thermometer auf - 15,1 Grad Celsius. Noch kälter war es allerdings mit einer Tiefsttemperatur von - 16,3 Grad Celsius im Jahr 2003. Die wärmsten Tageshöchsttemperaturen wurden dagegen 1993, 2008 und 2009 gemessen. Bei milden + 5,0 bis + 6,5 Grad Celsius durften sich die Kinder in diesen Jahren die Wartezeit am Nachmittag des 24. Dezembers vertreiben. 

Werden wir dieses Jahr in Stadt und Land weiße Weihnachten feiern können? Immerhin warten wir zumindest im Flachland seit mehr als zehn Jahren auf eine Postkarten-Winterlandschaft am 24. Dezember. Damals im Jahr 2005 lagen in der Stadt Salzburg 16 cm Schnee – und es regnete leicht. 161214_30 (jus/ram)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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