Tipps für nachhaltige Geschenkverpackungen

Rössler: Schöne, bunte Packerl unterm Weihnachtsbaum und Müllvermeidung - das eine schließt das andere nicht aus

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.12.2016
 

(LK)  Geschenke auspacken macht Spaß, erhöht die Spannung und gehört einfach zu Weihnachten dazu. Die Berge von Müll und Abfall, die dabei entstehen, sind leider ein trauriger Nebeneffekt des Schenkens. Dabei gibt es überaus kreative, witzige und abfallarme Alternativen zu Folien, Lack- und Glanzpapier. "Es ist unglaublich, wie viele Ideen es für umweltfreundliche und nachhaltige Verpackungen gibt, die nicht nur toll aussehen, sondern auch noch helfen Geld zu sparen", schwärmt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Umweltreferentin Astrid Rössler.

Besonders eignen sich Materialen, die ohnehin in fast jedem Haushalt zu finden sind, wie zum Beispiel Zeitungen, Kartons oder übriggebliebene Tapetenstücke. Praktisch sind auch alte Blechdosen, die immer wieder verwendet werden können, und bei denen man sich das Einwickeln komplett sparen kann. Auch in Stoffresten, Geschirrtüchern, selbstgestrickten Schals, Handschuhen oder Socken lassen sich kleine Präsente sehr gut verstauen. Statt zu Kunststoffbändern kann man auch zu Stoffschleifen greifen. Wieder aufgebügelt sehen sie aus wie neu und können so mehrmals verwendet werden.

Gerade bei Geschenkverpackungen für Kinder möchten Eltern und Großeltern nur ungern auf knallige Farben und lustige Motive verzichten. Das ist nur allzu verständlich, denn beim Anblick von kunterbunten Packerln unter dem Weihnachtsbaum leuchten die Kinderaugen vor Freude. Hier kann das teure Geschenkpapier einfach durch witzige Seiten aus alten Comicheften ersetzt werden. Grundsätzlich gilt: Buch- und Zeitschriftenseiten, die zum Beschenkten passen, ziehen als Geschenkverpackung sicher länger die Aufmerksamkeit auf sich als unpersönliches Geschenkpapier. Individuelle und trotzdem sehr dekorative Verpackungen kann man auch mit Hilfe von Kalenderblättern, Schnittmustern oder Notenblättern kreieren.

Wer mit den Kindern etwas basteln möchte, vielleicht um die Weihnachtsgeschenke für Oma und Opa zu verpacken, kann zum Beispiel Spanschachteln mit Serviettentechnik aufhübschen. Ein weiterer Basteltipp: Zeitungspapier mit Kartoffeldruck zum Blickfang machen. Der Klassiker ist natürlich die gute alte Schuhschachtel: Überall kostenlos zu bekommen, stabil und vielseitig dekorierbar und sie wird vom Beschenkten sicher nicht weggeworfen, sondern gerne für weitere Zwecke verwendet. "Solch kreative Verpackungen, die die Umwelt schonen und über die Feiertage hinaus Verwendung finden, sorgen - im wahrsten Sinne des Wortes – für nachhaltige Weihnachtserinnerungen", so Rössler. Eine Verpackung mit Sinn ist zum Beispiel auch ein Einkaufsbeutel aus Baumwolle, den man mit einer schönen Schnur und einem Geschenkanhänger bestückt. So ist das Präsent gut verpackt und der oder die Beschenkte kann in Zukunft viele Plastiksackerl einsparen. 161219_110 (rb/sm)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

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