Raiffeisenlandesbank OÖ übernimmt per 30. Dezember Hypo Salzburg-Anteil des Landes

Stöckl bei Vertragsunterzeichnung: Gesamtpaket geschnürt / Hypo bleibt verlässlicher Partner für das Land

Salzburger Landeskorrespondenz, 22.12.2016
 

(LK)  18 Jahre nach dem ersten Teilprivatisierungsschritt bei der Salzburger Landes-Hypothekenbank AG (Hypo Salzburg) wurde nun der Verkauf der restlichen Hypo-Aktienanteile des Landes Salzburg an die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) fixiert. Heute, Donnerstag, 22. Dezember, wurden in Salzburg die Verträge unterzeichnet.

"Damit wechselt der bislang vom Land Salzburg über die Land Salzburg Beteiligungen GmbH gehaltene Aktienanteil von 8,163 Prozent per 30. Dezember 2016 um rund 11,25 Millionen Euro an die Raiffeisenlandesbank OÖ. Zudem ist es bei den Verhandlungen mit der Salzburger Hypo-Bank gelungen, ein Gesamtpaket zu schnüren, mit dem auch die Forderungen nach dem Pfandbriefstellen-Gesetz in der Heta-Causa gelöst wurden, indem Salzburg zu einer österreichweiten Gesamtlösung beigetragen hat. Dabei konnte der ursprünglich drohende Betrag für das Land Salzburg aufgrund der gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Ländern auf einen Bruchteil in der Höhe von rund 7,7 Millionen Euro reduziert werden", betonte Salzburgs Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl heute bei der Vertragsunterzeichnung.

Weiterhin Sitz im Aufsichtsgremium

"Da das Land Salzburg noch Haftungen an der Hypo aus der Zeit vor Gründung der Aktiengesellschaft bzw. vor der Auflösung der Holding hat, die nach einer Prognoserechnung mit Ende 2017 voraussichtlich rund 260 Millionen Euro betragen, sieht der Vertrag vor, dass das Land Salzburg weiterhin und so lange das Recht hat, ein Mitglied des Aufsichtsrates zu nominieren, bis die Altverbindlichkeiten zur Gänze abgeschmolzen sind. Zudem wurden Auskunfts- und Einsichtsrechte unter strenger Wahrung der Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse vereinbart", so Stöckl.

Konstruktive Verhandlungen

"Die Verhandlungen mit der Salzburger Hypo und der Raiffeisenlandesbank OÖ über das Gesamtpaket sind in den vergangenen zwei Jahren sehr konstruktiv verlaufen. Mit der Salzburger Hypo wird das Land Salzburg auch in der Zukunft einen in jeder Hinsicht wichtigen und verlässlichen Partner in Finanzangelegenheiten haben", betonte Stöckl.

Schaller: Hypo bleibt verlässliche Regionalbank

"Die Hypo Salzburg ist und bleibt auch künftig eine verantwortungsvolle und verlässliche Regionalbank. Sie wird die erfreuliche Kundenentwicklung fortsetzen, wobei bei der Betreuung und Begleitung von Klein- und Mittelbetrieben sowie gehobenen Privatkunden besondere Schwerpunkte gesetzt werden. Selbstverständlich haben wir auch größtes Interesse, die gute Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg weiterzuführen", unterstrich Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Anteil der RLB OÖ steigt auf 74,32 Prozent (durchgerechnet)

1998 hatte die "Hypo Beteiligungs AG", eine gemeinsame Gesellschaft von RLB OÖ (66,67 Prozent) und Hypo OÖ (33,33 Prozent), 50 Prozent minus eine Aktie an der Hypo Salzburg erworben. Zuletzt hielt die "Hypo Holding GmbH" (gebildet durch RLB OÖ, Oberösterreichische Versicherung und Generali) 50,02 Prozent, die Hypo Oberösterreich 25 Prozent plus eine Aktie, die Raiffeisenlandesbank OÖ 16,816 Prozent und das Land Salzburg 8,163 Prozent.

Durch den Erwerb des Anteils des Landes Salzburg erhöht sich der direkt von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gehaltene Anteil auf 24,98 Prozent, durchgerechnet hält die RLB OÖ somit 74,32 Prozent (bisher 66,16 Prozent).

Hypo: Herausforderungen gut gemeistert

Die Salzburger Landes-Hypothekenbank AG konnte die Herausforderungen in den vergangenen Jahren gut meistern. Mit 24 Standorten ist die Hypo Salzburg als stabile Regionalbank dem Markt verpflichtet. Die Konzernbilanzsumme lag zum Halbjahr 2016 bei 4,4 Milliarden Euro, das Konzernperiodenergebnis betrug 6,9 Millionen Euro. Der Konzern HYPO Salzburg beschäftigt derzeit rund 414 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die HYPO Salzburg verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung (Eigenkapital per Jahresmitte 2016: 211,6 Millionen Euro, Gesamtkapitalquote: 14,54 Prozent) und hat liquiditätsmäßig vorgesorgt, um ein qualitatives Wachstum im Kundengeschäft sicherzustellen. 161222_60 (rb)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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