Neubau des Konradinums Eugendorf auf Schiene

Stöckl: Projekt ist ein bauliches und inhaltliches Erneuerungsvorhaben

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.01.2017
 

(LK)  Der geplante Neubau des Konradinums Eugendorf konnte nun endgültig auf Schiene gebracht werden. Die Landesregierung gab grünes Licht für den erforderlichen Grundankauf und legte die weitere Vorgehensweise fest.

"Damit steht einer ehestmöglichen Realisierung des Projekts nichts mehr im Weg", teilte heute, Montag, 2. Jänner, Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl mit.

"Zur Errichtung des neuen Konradinums wird in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Standort in Eugendorf durch das Land Salzburg ein rund 4.000 Quadratmeter großes Grundstück angekauft. Diese Fläche ist im aktuellen räumlichen Entwicklungskonzept der Marktgemeinde Eugendorf bereits als Fläche für eine soziale oder im öffentlichen Interesse liegende Nutzung vorgesehen. Der Kaufpreis samt anfallenden Kaufnebenkosten beläuft sich auf rund eine Million Euro. Wesentlich für den neuen Standort des künftigen Konradinums ist die Nähe zum Ortszentrum von Eugendorf. Dadurch können die örtliche Infrastruktur entsprechend genutzt und sozialraumorientierte Projekte durchgeführt werden. Damit werden die Zielsetzungen der Inklusion bestmöglich umgesetzt. Am künftigen Standort sollen auch ausreichend Freiflächen zur Verfügung stehen. Diese sind für das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerst wichtig", so Stöckl, der sich bei der Marktgemeinde Eugendorf und Bürgermeister Hans Strasser für die konstruktiven Gespräche und das große Entgegenkommen bedankte. "Die Gemeinde hat von Anfang an klar gemacht, das Konradinum im Ort halten zu wollen. Dementsprechend zügig konnten wir uns einigen" betonte Stöckl, der sich auch bei Holznerwirt Gerhard Schönbauer bedankte. "Er hat uns aufgrund seines sozialen Engagements das Grundstück zu einem sehr moderaten Preis angeboten und zudem eine Grünlandfläche als Freifläche zur Verfügung gestellt. Auch ihm ist das Konradinum eine besondere Herzensangelegenheit."

"Das Projekt Konradinum neu versteht sich nicht nur als bauliches, sondern auch als inhaltliches Erneuerungsvorhaben. Eckpunkte sind 36 Betreuungsplätze, statt bisher 35, in fünf Wohngruppen, zwei Kurzzeitbetreuungsplätze integriert in den Wohngruppen und ein Zimmer mit zwei Plätzen mit der Möglichkeit der Betreuung von jungen Beatmungspatientinnen und -patienten", erläuterte Stöckl.

Zur gezielten Förderung und Beschäftigung der Bewohnerinnen und Bewohner sind Räumlichkeiten außerhalb der Wohngruppen vorgesehen. Dort finden während des Tages tagesstrukturierte Angebote durch Beschäftigung, handwerkliche und kreative Tätigkeiten sowie basale Förderungen und Therapien statt. In der tagesstrukturierten Betreuung sollen zusätzlich zu den Bewohnerinnen und Bewohnern des Konradinums auch Betreuungsplätze für rund zehn externe Personen geschaffen werden.

"Beginnend mit der ersten Stufe des zweistufigen Verhandlungsverfahrens wird 2017 ein Projekt- und Finanzierungspartner gesucht. Unter Einhaltung des Vergabegesetzes werde ich darauf drängen, dass die Umsetzung des Projekts rasch erfolgen kann. Ziel muss es jedenfalls sein, 2018 mit dem Bau des neuen Konradinums zu beginnen", so Stöckl.

Die Baukosten für den Neubau des Konradinums werden rund 5,5 Millionen Euro betragen. Das Gebäude, in dem das Konradinum derzeit untergebracht ist, wird an die Gemeinde Eugendorf verkauft und steht bis zum Bezug des neuen Konradinums zur Verfügung. Die daraus lukrierten Einnahmen werden zur Finanzierung des Konradinum-Neubaus verwendet. 170102_51 (rb/grs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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