Feinstaub-Tagesgrenzwert bis zum Dreifachen überschritten

Rössler: In der heurigen Silvesternacht stieg kurz nach Mitternacht die Belastung mit Feinstaub wieder explosionsartig an

Salzburger Landeskorrespondenz, 2.1.2017
 

(LK)  In der heurigen Silvesternacht stieg kurz nach Mitternacht die Belastung mit Feinstaub wieder explosionsartig an. Am Neujahrstag wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter bis zum Dreifachen überschritten. Das gab Umweltreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler heute, Montag, 2. Jänner, bekannt.

Vor allem in der Stadt Salzburg gab es in der heurigen Silvesternacht wieder eine sehr hohe Belastung durch Feinstaub. Die durch Feuerwerke verursachte Feinstaubkonzentration erreichte kurz nach Mitternacht ihren Höhepunkt. Verschärft wurde die Situation durch die ungünstige Meteorologie im nördlichen Zentralraum, eine Inversionswetterlage mit Trockenheit.

Spitzenreiter waren die Messstellen in der Landeshauptstadt. Leichter Nordwestwind transportierte die Feinstaubwolke vom Stadtzentrum in den südlichen Teil der Stadt. Daher wurde heuer im Nonntal auf dem Rudolfsplatz die höchste Feinstaubkonzentration registriert. Der Halbstundenmittelwert lag kurz nach Mitternacht bei 850 Mikrogramm, damit mehr als doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr zur selben Zeit (400 Mikrogramm). Im Lehener Park lag der Spitzenwert beim Halbstundenmittel etwas unter dem vergangenen Jahr (270 zu 377). Erst am Nachmittag des Neujahrstags sanken die Feinstaubwerte in der Stadt Salzburg wieder auf ein übliches Niveau ab.

Der südliche Teil des Salzburger Zentralraumes (Golling bis Hallein) blieb aufgrund Zufuhr frischer Luft vom Pass Lueg hingegen begünstigt. Zwar stiegen die Feinstaubwerte auch an den Halleiner Messstellen nach Mitternacht deutlich an, diese wurden aber rasch verdünnt, sodass schon um 2.30 Uhr wieder ein übliches Niveau erreicht wurde.

Wie schnell die Feinstaubbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk abklingt, hängt vor allem von den Wetterverhältnissen ab. Kräftiger Wind hilft, die Schadstoffe rasch zu verteilen. Bei windschwachen Wettersituationen mit eingeschränktem vertikalen Luftaustausch (Inversion) verbleiben die Schadstoffe jedoch über viele Stunden in der Luft, so auch heuer in inneralpinen Tälern, in denen Inversionen vorherrschten. In Zell am See und in Tamsweg wurden wie an Messstellen in der Stadt Salzburg der Tagesgrenzwert für Feinstaub von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten.

Die Tagesmittelwerte für Feinstaub betrugen am Neujahrstag: Salzburg Rudolfsplatz (168 Mikrogramm pro Kubikmeter), Salzburg Mirabellplatz (129), Salzburg Lehener Park (105), Hallein B159 (37), Hallein A10 (41), Kuchl HTK (16), Zell am See (68), Zederhaus (39), Tamsweg (82). 170102_53 (rb/grs)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

Das Land Salzburg auf Facebook und Twitter.