Wichtigste Zahlen zum Thema Asyl in Salzburg ab sofort online

Berthold: Verantwortungsvoller Umgang verlangt Daten-Transparenz und umfassende Information

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.01.2017
 

(LK)  Ab sofort stellt das Land Salzburg monatlich von der Landesstatistik aufbereitete Kennzahlen zu den Themen Asyl und Grundversorgung online. Unter www.salzburg.gv.at/asylreporting sind neben allgemeinen Asylantragszahlen in Österreich auch alle wichtigsten Salzburg-spezifischen Daten visuell aufbereitet.

Dargestellt werden zum Beispiel die Aufteilung auf die Salzburger Bezirke, die Herkunft der Asylwerbenden und vieles mehr. Jeweils am Monatsanfang werden die Daten von der Landesstatistik aktualisiert.

Neben den visuellen Darstellungen der aktuellen Entwicklungen, gibt es zudem umfassende Informationen zur Unterbringung in privaten und organisierten Quartieren, zur Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, zu Rückkehrprogrammen, der Straffälligkeit sowie zu allen Partnern, mit denen das Land Salzburg zusammenarbeitet.

Transparenter Umgang mit Zahlen und Daten ist wichtig

"Der transparente Umgang mit den Asyl-Daten ist für mich wichtig. Die Salzburgerinnen und Salzburger sollen die Flüchtlingsarbeit des Landes nachvollziehen können. Das verlangt der verantwortungsvolle Umgang mit diesem gesellschaftspolitisch sensiblen Thema", betonte Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Asyl und Integration im Bundesland Salzburg, heute, Dienstag, 24. Jänner.

Neue Integrationsquartiere geschaffen

Vor einem Jahr – im Jänner 2016 – hat das Land Salzburg in der Grundversorgung 3.961 asylsuchende Personen betreut. Im Jänner 2017 sind es nun 4.016 Personen, Mitte 2016 waren es zwischenzeitlich mehr als 4.600 Personen. Vor allem im letzten Quartal 2016 hat sich die Anzahl der grundversorgten Menschen deutlich verringert.

Insgesamt wurden im Jahr 2016 mehr als 1.200 Plätze in Asylquartieren neu geschaffen. Gleichzeitig sind im Jahr 2016 viele Quartiersverträge ausgelaufen, zum Beispiel die frühere Riedenburgkaserne, das Quartier der Diakonie in Salzburg-Liefering oder das Caritas-Flüchtlingshaus in der ehemaligen Landespflegeanstalt Mülln.

Neu geschaffen werden konnten zuletzt viele neue kleine Integrationswohnmöglichkeiten. "60 ehemalige Grundversorgungsplätze konnten in Wohnmöglichkeiten für anerkannte Flüchtlinge umgewandelt werden. Hier besteht aktuell besonders große Nachfrage", so Martina Berthold und weiter: "Die Integration der geflüchteten Menschen ist aktuell das Gebot der Stunde. Dazu zählt auch die Begleitung der Menschen bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit." Vor allem in ländlichen Pfarren konnten derartige Integrationswohnungen eingerichtet werden.

Bundesquartiere in Salzburg

Vom Innenministerium, das in Spitzenzeiten Anfang 2016 bis zu 700 Personen in Salzburg betreut hatte, wurde Ende 2016 durchschnittlich weniger als 90 Personen versorgt. Dies hat sich Mitte Jänner 2017 mit der Eröffnung der neuen Betreuungsstelle des Bundes in Bergheim wieder geändert. In diesem Quartier können vom Bund bis zu 250 Menschen untergebracht werden. 170124_110 (rb/sm)

Weitere Informationen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

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