Salzburg bei Biomasse österreichweit Spitzenreiter

Schwaiger: Modernste Technologien gewährleisten hohe Wirkungsgrade und reduzieren die Emission von Schadstoffen

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.02.2017
 

(LK)  Das Land Salzburg ist im Bereich Biomasse österreichweit Spitzenreiter. Die Heizwerke in Salzburg gehören zu den effizientesten des Landes. Darüber berichtete Landesrat Josef Schwaiger heute, Donnerstag, 9. Februar, anlässlich 30 Jahre Biomasse in Salzburg.

In einem Vergleich von 543 Betriebsberichten zeigte QM Holzheizwerke auf, dass Salzburgs Heizwerke im Bundesländervergleich an der Spitze liegen. QM Holzheizwerke ist ein Qualitäts-Management-System aus dem Programm "klima:aktiv".

"Das Land Salzburg hat darüber hinaus den größten Anteil an Rauchgaskondensationen für die Wärmerückgewinnung oder Solaranlagen", informierte Schwaiger. So verfügt mehr als die Hälfte der Salzburger Anlagen mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt über diese Wärmerückgewinnung. Im österreichischen Durchschnitt ist das nur bei 14 Prozent der Fall. Die Rauchgaskondensation gewinnt Wärme aus dem Abgas und steigert damit den Wirkungsgrad um mehr als zehn Prozent.

Jede fünfte Anlage in Salzburg nutzt zudem Solarenergie. "Auch das ist österreichweit ein Spitzenwert", so Schwaiger.

Qualität und Effizienz weiter gesteigert

Trotz dieser Erfolge geht die Verbesserung der Qualität und Steigerung der Effizienz weiter: "Es soll nicht nur regionale und erneuerbare Wärme erzeugt werden. Diese Wärme soll auch noch effizienter erzeugt werden", betonte Landesrat Schwaiger. So wurden in den vergangenen drei Jahren an rund 40 Anlagen Energieeffizienz-Kontrollen durchgeführt. Allein die bisher umgesetzten Maßnahmen konnten rund 25.000 Megawattstunden an Energie einsparen. Diese Menge entspricht dem Bedarf an Heizenergie von rund 1.000 Haushalten.

In den vergangenen Jahren erhielten die Nahwärme Mattsee und die Holzwärme Flachau eine klima:aktiv-Auszeichnung als besonders effizientes Heizwerk. Im heurigen Jänner folgte die Holzwärme Strobl. Durch die Senkung der Rücklauf-Temperatur wurden Netzverluste bei dieser Anlage weiter reduziert.

"In den Salzburger Biomasseheizwerken kommen modernste Technologien zum Einsatz. Diese gewährleisten hohe Wirkungsgrade und reduzieren die Emission von Kohlenmonoxid, Schwefeloxiden und unverbrannten Kohlenwasserstoffen", erklärte Schwaiger.

Seit 2004 jährlich zehn neue Anlagen

Seit der ersten Biomasse-Nahwärmeversorgung im Stift Michaelbeuern vor 30 Jahren wurden im Jahr im Schnitt zwei bis drei neue Anlagen errichtet. Ab 2004 kamen jährlich etwa zehn Anlagen hinzu. 2009 wurde die 100. Biomasse-Nahwärmeanlage eröffnet. Derzeit sind 151 Biomasse-Nahwärmeversorgungen im Land Salzburg in Betrieb. Diese versorgen mit einer Leistung von 520 Megawatt auf knapp 600 Kilometern Fernwärmenetz rund 10.000 Objekte bequem und zuverlässig mit Wärme aus der Region. 90 von 119 Salzburger Gemeinden, das sind drei Viertel, verfügen über eine Nahwärmeversorgung aus heimischen Wäldern oder industrieller Abwärme. 170209_51 (grs/ram)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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