Vogelgrippe: Unterstützung für geschädigte Geflügelbauern

Schwaiger: Nach Aus für Freilandeier finanzielle Hilfe bei Verlusten durch Geflügel-Stallpflicht / Kein Ende der Stallpflicht nach weiterem Vogelgrippefall in Sicht

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.02.2017
 

(LK)  Aufgrund der bestehenden Stallpflicht für Geflügel, dürfen Eier aus Freilandhaltung bald nur noch als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden. Das wird zu wirtschaftlichen Einbußen für Geflügelbauern führen. Agrar-Landesrat Josef Schwaiger sagte deshalb heute, Donnerstag, 9. Februar, den betroffenen Landwirten in Salzburg seine Unterstützung zu.

"Ich lasse die Geflügelbauern in dieser schwierigen Situation nicht im Regen stehen. Wenn sie die Eier nicht mehr als Freilandeier vermarkten können, sind Verluste von bis zu vier Cent pro Ei wahrscheinlich. Eine rasche und unbürokratische Hilfe für die betroffenen Landwirte ist deshalb wichtig. Die Details zur finanziellen Unterstützung für die betroffenen Landwirte werden in den nächsten Tagen ausgearbeitet", so Schwaiger.

Nach den Vogelgrippe-Fällen gilt eine österreichweite Stallpflicht für Geflügel. Werden Freilandhühner länger als zwölf Wochen im Stall gehalten, müssen Hühnereier als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden, auch wenn die Hühner zuvor als Freilandhühner gehalten wurden. Als erstes trifft diese Regelung Geflügelbauern im Salzburger Flachgau am 25. Februar. Nach dem ersten Fall von Vogelgrippe am Grabensee wurden die Gemeinden des Seengebietes in Salzburg, Oberösterreich und des steiermärkischen Salzkammerguts zu Gebieten mit erhöhtem Geflügelpestrisiko erklärt. Damit wurde bereits am 25. November 2016 unter anderem die Stallpflicht angeordnet.

Seit 10. Jänner 2017 gilt aufgrund der aktuellen Situation in und um Österreich bundesweit Aufstallungspflicht gemäß der Geflügelpest-Verordnung 2007.

Fünfter Vogelgrippefall bestätigt

Ein Ende der Stallpflicht aufgrund der Vogelgrippe ist nicht abzusehen. "Heute wurde der fünfte Fall von H5N8 in Salzburg bestätigt. Es handelt sich um eine verendete Reiherente, die am Mattsee gefunden wurde", sagte Landesveterinärdirektor Josef Schöchl. Das Tier wurde von der Landesveterinärdirektion zur Untersuchung eingesendet. Die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) hat die Infektion mit H5N8 bestätigt. 170209_52 (grs/kg)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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