Skifahren als Wirtschaftsmotor

126 Salzburger Ski- und Snowboardschulen als wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktoren

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.2.2017
 

(LK)  Mit rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Wintersaison zählen die 126 Salzburger Ski- und Snowboardschulen zu den wichtigen Arbeitgebern und Wirtschaftsmotoren im heimischen Tourismus. Rund 100.000 Anfängerinnen und Anfänger, davon 70.000 Kinder, erlernen Winter für Winter in den Salzburger Skischulen das Ski- und Snowboardfahren – viele dieser Anfänger werden später zu Stammgästen. Dazu kommen alljährlich zahlreiche Fortgeschrittene, vor allem Ski- und Snowboardfans, die in einem Kurs oder in Einzelunterricht ihr Können und Ihre Technik verbessern möchten. Der Trend im Erwachsenenbereich geht hin zum individuellen, persönlichen Privatunterricht oder zum Unterricht in Kleinstgruppen. 

Derzeit gibt es in Salzburg 143 Konzessionsinhaber. Die Abweichung zur Zahl der 126 Ski- und Snowboardschulen lässt sich daraus erklären, dass sich in einigen Orten Konzessionsträger zusammengetan haben und eine gemeinsame Schule betreiben. In insgesamt 49 Gemeinden in allen Bezirken (außer in der Landeshauptstadt) – von Abtenau bis Zell am See – können Wintersportlerinnen und Wintersportler das Skifahren und Snowboarden erlernen oder ihr Können unter fachkundiger Anleitung verbessern. Spitzenreiter bei den Ski- und Snowboardschulen bzw. Konzessionen ist das Glemmtal, wo es in Saalbach-Hinterglemm 15 Konzessionen gibt. Zum Vergleich: in anderen Wintersport-Hochburgen wie beispielsweise Flachau, Kaprun, Maria Alm, Obertauern oder Zell am See sind es jeweils sieben Konzessionsträger. Und noch ein Detail am Rande: lediglich acht der 143 Konzessionen sind auf Frauen ausgestellt.  

Zuständig für die Erteilung der Konzessionen ist das Land Salzburg, genauer gesagt die Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden. Im Salzburger Schischul- und Snowboardschulgesetz ist definiert, welche Voraussetzungen für eine Genehmigung notwendig sind. Weitere Infos dazu sind auch auf der Website des Landes zu finden.

"Die Zahl der Ski- und Snowboardschulen im Land ist seit Jahren relativ konstant", weiß Elke Kabel-Herzog vom Referat Gemeindepersonal und Tourismusrecht. "In dieser Saison hatten wir eine neue Bewilligung, in der vergangenen Saison wurden drei Schulen neu genehmigt. Andererseits gibt es aber auch immer wieder Betreiber, die aufhören oder es kommt zu Übernahmen von bestehenden Schischulen."

Voraussetzungen für eine Konzession sind unter anderem die erfolgreich abgelegte Prüfung zum staatlichen Schilehrer und Schiführer sowie die Unternehmerprüfung samt einwöchigem Vorbereitungslehrgang. Hierfür ist der Salzburger Berufsschilehrer und Snowboardlehrer Verband, kurz SBSSV, zuständig, zu dessen Kernaufgaben die Aus-, Weiter- und Fortbildung für Salzburger Ski- und Snowboardlehrer zählen.

Qualität ist Trumpf

Unterricht auf höchstem Niveau und mit den neuesten Methoden und Mitteln, so lautet seit jeher die Devise der Ski- und Snowboardschulen im Salzburger Land. Um dies zu gewährleisten und den immer höher werdenden Ansprüchen der Gäste gerecht werden zu können, hat der SBSSV Trends und Zusatzqualifikationen wie Freestyle, Freeride, aber auch Präsentations- und Kommunikationstrainings in die Ausbildungen aufgenommen. Und diese werden stark nachgefragt: "Allein im Jahr 2016 haben wir 50 verschiedene Aus-, Fort- und Weiterbildungskurse veranstaltet, an denen rund 2.200 Personen teilgenommen haben", so SBSSV-Geschäftsführerin Petra Hutter-Tillian. 170217_20 (kg/ram)

Weitere Informationen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735.

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