Wer in Kinder investiert, spart zukünftig bei Sozialleistungen

Stöckl zu Besuch im SOS-Kinderdorf in Seekirchen

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.03.2017
 

(LK)  Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl besuchte kürzlich das SOS-Kinderdorf in Seekirchen und machte sich ein Bild über die nachhaltigen Entwicklungsziele der Organisation für Kinder und Jugendliche. Nach einem Infospaziergang mit Wolfgang Katsch, SOS-Kinderdorf Geschäftsleiter West, Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorf Standortleiter Salzburg und dem Vorsitzenden der Freunde SOS-Kinderdorf Seekirchen, Erich Lobensommer, warteten schon fünf Kinder mit ihrer Kinderdorfmutter sowie Kaffee und Kuchen auf den Gast der Landesregierung. In gemütlicher Runde wurde über den Kinderdorfalltag erzählt, Kinderdorfmutter Beate Schmitt berichtete über ihren nicht alltäglichen Job und der 12-jährige André lud den Gast zu einer persönlichen Hausführung ein.

Gute Entwicklungsmöglichkeiten schaffen ist Gesellschaftsaufgabe

"Es ist sehr beeindruckend zu sehen, welch hervorragende Arbeit im SOS-Kinderdorf Seekirchen geleistet wird, um den Kindern und Jugendlichen bestmögliche Betreuung, Bildung und ein Zuhause zu geben", lobte Stöckl die Arbeit der Organisation. Im SOS-Kinderdorf passiert das durch ein sehr familienähnliches Konzept, in dem die Kinder Sicherheit, Verlässlichkeit und Geborgenheit erfahren. "Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, auch Kindern in besonders schwierigen Lebenssituationen möglichst gute Bedingungen für ihre Entwicklung zu geben und die oftmals gegebenen Startnachteile auszugleichen." 

Fünf nachhaltige Entwicklungsziele für die nächste Generation

SOS-Kinderdorf trägt zu den von den Vereinten Nationen verankerten nachhaltigen Entwicklungszielen für Kinder und Jugendliche bei. Fünf Ziele stehen im Mittelpunkt der Programme und der Strategie von SOS-Kinderdorf: keine Armut, hochwertige Bildung, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, weniger Ungleichheiten sowie Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

"Für Kinder zu sorgen bedeutet, sich um ihre Entwicklung zu kümmern", sagte Wolfgang Arming. "Doch wenn Eltern aus welchen Gründen auch immer dies nicht im vollen Ausmaß tun können, sind Kinder von Ungleichheit und Armut betroffen. Ein liebevolles, familiäres Umfeld, in dem Kinder Wertschätzung erfahren und in wichtigen Entscheidungen eingebunden sind, ist prägend für ihren weiteren Werdegang." 

Mehr Bildung – weniger Mindestsicherung

Das SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder und junge Menschen beim Zugang zu hochwertiger Bildung – von der frühen Kindheit über die Grundschule bis zur Sekundar- und Berufsausbildung. "Wir fördern Lern- und Ausbildungsprogramme und unterstützen beim Erwerb von Qualifikationen und Fertigkeiten. Wir stärken die öffentliche Bildung durch Partnerschaften und Anwaltschaft. Denn was jetzt in Bildung und Entwicklung für Kinder und Jugendlichen investiert wird, ist zukünftig bei der Mindestsicherung, im Justizbereich und beim Arbeitsmarktservice nicht mehr erforderlich" rechnete Geschäftsleiter Wolfgang Katsch vor.

"Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, auch Kindern in besonders schwierigen Lebenssituationen möglichst gute Bedingungen für ihre Entwicklung zu geben und die oftmals gegebenen Startnachteile auszugleichen", unterstrich Stöckl abschließend und bedankte sich herzlich bei allen, die dafür verantwortlich sind, und ihr Leben in den Dienst der nächsten Generation stellen. 170302_60 (lmz)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

 

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