Gemeinsam für die Salzburger Bevölkerung

Land, SGKK und Ärztekammer unterzeichneten Erklärung zur Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.03.2017
 

(LK)  Das österreichische Gesundheitswesen bedarf einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Das ist auch für die verantwortlichen Institutionen in den Bundesländern eine große Herausforderung. Das Land Salzburg, die Salzburger Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer für Salzburg bekennen sich in einer gemeinsamen Erklärung zu einer hochwertigen ambulanten ärztlichen Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im Bundesland Salzburg. Die Erklärung wurde heute, Mittwoch, 8. März, unterzeichnet.

Um diesen Anspruch sicherstellen zu können, ist vor allem eine ausreichende Anzahl von Ärztinnen und Ärzten, aber selbstverständlich auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller anderen Gesundheitsberufe notwendig. Gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sind eine Grundvoraussetzung, um diesen Anspruch sicherzustellen. Es ist gemeinsames Verständnis, dass es für eine hochwertige medizinische Versorgung Planungssicherheit für alle Beteiligten braucht.

"Diese Erklärung der drei großen Akteure im Gesundheitswesen im Land Salzburg bildet eine sehr gute Grundlage für den gemeinsamen Weg, den das Land, die Salzburger Gebietskrankenkasse und die Salzburger Ärztekammer gehen", so Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Dabei setzen wir auf enge Zusammenarbeit und gute Kommunikation untereinander. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sind das Herzstück der medizinischen Versorgung. Aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich geben jedoch Grund zu Sorge und verlangen Handlungsbedarf von allen Beteiligten. Um auch in Zukunft eine ausreichende Anzahl von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu haben, muss das Interesse an der allgemeinmedizinischen Ausbildung und Berufsausübung möglichst früh und stark gefördert werden. Das ist auch Intention dieser gemeinsamen Erklärung. Ein entsprechend dichtes Netz an niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten kann auch dazu beitragen, die überfüllten Spitalsambulanzen zu entlasten."

"Wir schätzen die gute und verantwortungsbewusste Zusammenarbeit aller Akteure in Salzburg. Sie ist die Basis für die gemeinsame Weiterentwicklung der Primärversorgung, die auch eine zukünftige Entlastung der Spitalsambulanzen übernehmen kann. Der niedergelassene Bereich muss dafür ausgebaut und besser vernetzt werden, damit die Versorgung außerhalb der Spitäler für die Patientinnen und Patienten noch attraktiver werden kann", erklärte SGKK-Obmann Andreas Huss.

"Die ambulante ärztliche Versorgung der Salzburger Bevölkerung soll auch weiterhin durch partnerschaftliche Kooperation von SGKK und Ärztekammer in einem Gesamtvertrag sichergestellt werden. In dieser gemeinsamen Erklärung kommt auch klar zum Ausdruck, dass das Land Salzburg in seiner gesundheitspolitischen Verantwortung die Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte unterstützt und mitträgt", so Salzburgs Ärztekammerpräsident Karl Forstner.

In der gemeinsamen Erklärung ist klar erkennbar, dass die beteiligten Institutionen die großen Herausforderungen bei der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems lösen wollen und werden. Zur Sicherstellung der allgemeinmedizinischen Versorgung soll die Ausbildung in der Lehrpraxis finanziell gesichert werden. Die Forderung nach einer Einrichtung eines Facharztes für Allgemeinmedizin soll im gemeinsamen Verständnis die Attraktivität dieses zentralen Bereiches in der Medizin und des Gesundheitswesens heben. 170308_27 (rb/kg)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

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