Entlastung für Zederhaus perfekt, Verkehr fließt durch beide Röhren der Einhausung

Haslauer und Mayr: 70 Millionen Euro in Lärmschutz für Anrainerinnen und Anrainer investiert

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.3.2017
 

(LK)  An der A10 Tauernautobahn rollt der Verkehr seit heute, Montag, 20. März, auch durch die zweite Röhre der neuen Einhausung bei Zederhaus. Der eineinhalb Kilometer lange Lärmschutztunnel ist die größte Umweltentlastungs-Maßnahme an der Salzburger Tauernstrecke und bringt ein Mehr an Lebensqualität für die Menschen im Ort.

Seit 2013 liefen die Bauarbeiten, Ende 2015 hat die Asfinag die erste Röhre freigegeben, und seit heute verschwindet der Verkehr auch in Richtung Salzburg – und somit zur Gänze – unter der Erde.

"Heute sind wir am Ziel eines langen Weges, den der damalige Landeshauptmann Franz Schausberger begonnen hat, der dem massiven Einsatz der Gemeinde unter Führung von Bürgermeister Alfred Pfeifenberger geschuldet ist und den wir gemeinsam in konstruktiven Verhandlungen mit der Asfinag zu einem guten Ende geführt haben", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. "Für Zederhaus bedeutet diese Einhausung einen Befreiungsschlag und die Möglichkeit zu einer großen Verbesserung der Lebensqualität und der Weiterentwicklung des Ortes."

"Dieses Projekt stellt eine enorm hohe Investition dar", betonte Verkehrslandesrat Hans Mayr. "Es steht nicht nur für den optimalen Lärmschutz der 1.200 Anrainerinnen und Anrainer, sondern auch für einen Tunnel mit modernster Sicherheitstechnik zum Schutz der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer."

"Mit der Einhausung erhöhen wir die Lebensqualität der Menschen in Zederhaus massiv. Das Projekt ist damit ist ein Meilenstein in der Geschichte der Tauernautobahn", sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl. 70 Millionen Euro investierte die Asfinag in den Bau.

"Die jahrelangen, oft sehr schwierigen Verhandlungen für unsere Gemeindebürgerinnen und -bürger haben sich gelohnt. Wir werden die Ruhe im Ort genießen", betonte auch Alfred Pfeifenberger, Bürgermeister von Zederhaus.

"In enger Abstimmung mit der Gemeinde und durch intensive Planungen haben wir ein Optimum an Entlastung und einen Flächengewinn für den Ort erreicht", so Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.

Der Tunnel wird bis zum Sommer komplett überschüttet und dann begrünt sein. Sämtliche Arbeiten wurden unter Verkehr ausgeführt. An der Tauern-Scheitelstrecke blieben immer zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung offen.

Modernste Sicherheitstechnik im Tunnel

Während der vergangenen Monate wurde die neu gebaute Röhre mit der modernsten Betriebs- und Sicherheitstechnik ausgestattet. Nach mehrwöchigen Funktionstests von Belüftung, Brandmeldern und Funk wurde die Einhausung noch mittels Brandversuch einer Feuertaufe unterzogen. Dabei hat die Asfinag etwa getestet, ob die Leistungsfähigkeit der Ventilatoren für einen Unfall mit heftiger Rauchentwicklung ausreichend ist. Auch die Einsatzorganisationen konnten sich zuletzt bei einer Übung mit allen Details des neuen Tunnels vertraut machen. Die Steuerung aller technischen Anlagen erfolgt übrigens von der nahen Verkehrsmanagement-Zentrale der Asfinag in St. Michael im Lungau, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort haben die Anlage mittels Kameras rund um die Uhr im Blick.

Lärmentlastung für 1.200 Anrainer

Die A10 führt im engen Lungauer Gebirgstal direkt neben der Gemeinde Zederhaus vorbei. 1.200 Anrainerinnen und Anrainer bekommen daher von der Asfinag optimalen Lärmschutz für mehr Lebensqualität. Die Fahrbahn wurde dabei zu Beginn der Arbeiten und bis zu 15 Meter in Richtung Zederhausbach verlegt. Die Einhausung erfolgte auf einer Länge von 1.545 Metern. 875 Meter Autobahn im Ortszentrum von Zederhaus wurden um bis zu zwei Meter tiefer und um bis zu 15 Meter in Richtung Zederhausbach verlegt. Nach Fertigstellung der Einhausung wird die Oberfläche bepflanzt und begrünt und kann künftig von der Gemeinde genutzt werden. Ein Teil der künftigen Einhausungsfläche dient als Wildtierkorridor über die Autobahn. Die gesamte Fertigstellung ist für Juni 2017 geplant. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 70 Millionen Euro. 170320_52 (rb/sm)

Weitere Informationen: Christian Blaschke, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at, und Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at.

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