Energy Globe in den Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend vergeben

Schwaiger: Innovative Projekte sind Speerspitze des Zeitenwandels / Gesamtsieger wird um zirka 19.00 Uhr bekanntgegeben

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.03.2017
 

(LK)  Der Verein Initiative ethisch wirtschaften, die Schweighofer Fiber GmbH, die Stadtgemeinde Radstadt, die Elektrizitätswerk Bad Hofgastein GmbH, die Heimat Österreich Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft und die Salzburg AG sind die Kategorien-Sieger beim diesjährigen Energy Globe. Die Preise wurden heute, Dienstag, 21. März, bei der Landes-Energiegala in Salzburg vergeben. Der Gesamtsieger wird aus den Kategorien-Siegern ermittelt und um zirka 19.00 Uhr bekanntgegeben.

"Erneuerbare Energie ist in Salzburg weiterhin auf dem Vormarsch und macht bereits 45,6 Prozent der gesamten Energie aus", betonte Landesrat Josef Schwaiger bei der Preisverleihung. "Damit liegt Salzburg nach wie vor im österreichischen Spitzenfeld und weit über dem Österreich-Durchschnitt von 33 Prozent. Die von Salzburg angepeilten 50 Prozent erneuerbare Energie im Jahr 2020 sind in greifbarer Nähe. Nachhaltige und innovative Projekte, wie sie der Energy Globe auszeichnet, sind die Speerspitze des sich abzeichnenden Zeitenwandels. Sie sind der Antrieb für viele weitere Ideen und Initiativen, die Salzburg den Klima- und Energiezielen Schritt für Schritt näher bringen."

340.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet

View – Verein Initiative ethisch wirtschaften gewann mit dem gleichnamigen Projekt in der Kategorie Erde. View ist eine Non-Profit-Spedition, die wirtschaftlich nicht verwertbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt und so Ressourcen schont. Durch einfache Abwicklung wird den Unternehmen ressourcenverantwortliches Handeln leichtgemacht. Bisher wurden 340.000 Kilogramm Lebensmittel gerettet.

Bis zu 10.000 Haushalte mit Ökostrom und Fernwärme versorgt

In der Kategorie Feuer heißt der Sieger Schweighofer Fiber mit dem Projekt Öko-Energie für Salzburg aus Nebenströmen der Zellstoffproduktion. Schweighofer Fiber produziert in Hallein hochreine Zellulose aus Fichtenholz. Die daraus resultierenden Filtrate enthalten wertvolle organische Bestandteile. Diese werden in einem innovativen Fermentationsprozess in Biogas verwandelt. Ein neues Blockheizkraftwerk mit Biogasmotor versorgt bis zu 10.000 Haushalte mit Ökostrom und Fernwärme.

Zwei Sieger in der Kategorie Wasser

Die Stadtgemeinde Radstadt und das Elektrizitätswerk Bad Hofgastein erhielten den Preis in der Kategorie Wasser. Das Projekt der Gemeinde Radstadt nennt sich Trinkwasserkraftwerk – 100 Prozent Ökostrom für Radstadt. Mit der neuen Wasserversorgung für Radstadt wird zusätzlich Ökostrom erzeugt. Ein Trinkwasserkraftwerk mit einer Leistung von 53 Kilowatt wurde installiert. Von den bisher erzeugten 300.000 Kilowattstunden Ökostrom konnten zwei Drittel in der Gemeinde verbraucht werden.

Das Elektrizitätswerk Bad Hofgastein gewann mit seinen Trinkwasserkraftwerken. Bei der Trinkwasserversorgung Nord in Bad Hofgastein wurden zwei Trinkwasserkraftwerke errichtet. Diese nutzen die vorhandenen Wasserleitungen zur Gewinnung von sauberem Strom, ohne das Ökosystem zu belasten. 100 Haushalte können so umweltfreundlich versorgt werden.

Effizienz von thermischen Solaranlagen wesentlich gesteigert

Die Heimat Österreich Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft siegte in der Kategorie Luft mit einem Projekt zur wesentlichen Steigerung der Effizienz von thermischen Solaranlagen. Heimat Österreich ist es gelungen, durch laufende Optimierung die System-Rücklauftemperaturen bei Anlagen mit dezentraler Trinkwassererwärmung drastisch zu senken. Seit Inbetriebnahme der Anlage konnten so etwa 270.000 Kilowattstunden an thermischer Solarenergie erwirtschaftet werden. Das entspricht einer solaren Deckungsrate von mehr als 30 Prozent.

Energiefressern auf der Spur

In der Kategorie Jugend holte sich die Salzburg AG den Preis mit dem Projekt Energiefressern auf der Spur! Schulprogramm für die 4. Klassen Volksschulen. Die Salzburg AG bietet allen 4. Volksschulklassen praxisorientiertes Wissen und Informationen an. Der Themenkreis umspannt die Art, die Herkunft, den Unterschied sowie die Auswirkungen auf Natur und Klima verschiedener Energieträger. Die aktive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler wird durch ein Gewinnspiel gefördert. 170321_51 (grs/ram)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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