Fachleute diskutieren in Salzburg über Raumplanung in den Alpen

Rössler: Sparsamer Umgang mit Flächen im Alpenraum unabdingbar

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.04.2017
 

(LK) Das Protokoll zur Raumplanung und nachhaltigen Entwicklung der Alpenkonvention ist heute, Dienstag, 25. April, Diskussionsgrundlage eines Workshops im Bürgermeistersaal der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung am Salzburger Hauptbahnhof. Eingeladen hatte die Alpenschutz-Organisation CIPRA (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) und das Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre der Universität Innsbruck.

Erstmalig wird in diesem Workshop das Protokoll zur Raumplanung und nachhaltigen Entwicklung der Alpenkonvention auf die Bedeutung und Anwendbarkeit aus rechtlicher und planerischer Sicht untersucht. Bisher liegen offenbar nur wenige Studien und Erkenntnisse zu diesem internationalen Vertrag vor. Ziel der Veranstaltung ist es, die Inhalte des Protokolls zu diskutieren und die unterschiedlichen Formen seiner Anwendung darzustellen.

"Der Alpenraum ist ein sehr verwundbarer und gefährdeter Raum, in dem der Klimawandel große Probleme aufwirft", so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler heute am Rande der Veranstaltung. "Besonders im Bereich des Flächenverbrauchs für Siedlungstätigkeiten, aber auch im Verbund mit Naturgefahren wachsen die Herausforderungen ständig. Darum ist es wichtig, dass dieses Thema auf breiter Basis erörtert wird und grenzüberschreitend entsprechende Maßnahmen abgestimmt und umgesetzt werden."

Das Raumplanungsprotokoll wurde 1994 von Deutschland, Frankreich, Italien, Monaco, Slowenien und der damaligen Europäischen Gemeinschaft unterzeichnet und ist somit ein Protokoll der ersten Stunde. Dass vergleichsweise rasch ein so breiter Konsens gefunden werden konnte, gilt als Indiz für die außerordentliche Bedeutung, die der alpinen Raumordnung für die Entwicklung der Alpenanrainerstaaten zukommt. Dabei anerkennt das Protokoll zur Raumplanung und nachhaltigen Entwicklung die unterschiedlichen Nutzungsinteressen, wie Verkehr, Tourismus, Besiedelung, Landwirtschaft oder Umweltschutz, als grundsätzlich gleichrangige Ziele und bemüht sich im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung um einen Ausgleich. 170425_52 (rb/grs)

Weitere Informationen: Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at.

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