Knapp 2.500 Imkerinnen und Imker in Salzburg

Schwaiger: EU-Unterstützung für heimische Bienenwirtschaft wird gut investiert

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.04.2017
 

(LK) Im Bundesland Salzburg betreiben derzeit rund 2.480 Personen Bienenzucht und bewirtschaften im Durchschnitt acht Bienenvölker. In den vergangenen Jahren war trotz zahlreicher Neueinsteiger ein leichter Rückgang an Bienenvölkern in Salzburg zu verzeichnen.

Trotz der Reduktion kann immer noch von einer flächendeckenden Bestäubung ausgegangen werden. Die angebotenen EU-kofinanzierten Förderinstrumente wurden in den vergangenen Jahren im Bundesland Salzburg gut in Anspruch genommen. 2015 wurden beispielsweise 110.000 Euro an Förderungen an die Imkerorganisationen und Imkerinnen und Imker ausbezahlt, berichtet die aktuelle Ausgabe von Land und Europa.

"Erfreulicherweise steigt die Zahl der Salzburger Imkerinnen und Imker Jahr für Jahr. Die heimische Imkerschaft mit ihren Bienen ist für die flächendeckende Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen wesentlich und für Natur und Landwirtschaft im Bundesland unverzichtbar. Ich bin überzeugt, dass die Salzburger Imkerinnen und Imker die Fördergelder, von denen das Land Salzburg rund 20 Prozent stellt, sehr gut investieren. Damit wird auch ihr großer Beitrag zur Vielfalt der Salzburger Landwirtschaft und der Biodiversität unterstützt", sagte Landesrat Josef Schwaiger heute, Freitag, 28. April.

Der Bienenzuchtsektor in der Europäischen Union ist im Vergleich zu anderen Landwirtschaftssektoren relativ klein. Die Bienen erbringen jedoch einen bedeutenden Teil der Bestäubungsleistungen für die Landwirtschaft. Die meisten in der EU angebauten Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten angewiesen. Steigende Kosten, ein erheblicher Wettbewerb durch Billighonigimporte aus Drittländern, Verluste von Bienenvölkern sowie Bienenkrankheiten und -feinde haben in Kombination mit einer sich verschlechternden Futtersituation zu einem hohen Druck auf dem Sektor geführt.

Die EU unterstützt den Bienenzuchtsektor seit 1997 unmittelbar. Nationale Programme werden von der Europäischen Union zu 50 Prozent kofinanziert und erstrecken sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Schätzungen der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zufolge werden 71 der 100 Nutzpflanzenarten, aus denen 90 Prozent der Lebensmittel weltweit gewonnen werden, von Bienen bestäubt. Abgesehen von der grundsätzlichen Bedeutung, die der Bestäubung beim Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt, wird ihr finanzieller Wert weltweit jährlich auf Hunderte Milliarden Euro geschätzt. 170428_60 (sm/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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