Energiewende erfolgreich auf dem Weg

Stöckl/Schwaiger: Salzburger Landeskliniken beschreiten trotz fortschreitender Technisierung erfolgreichen Weg zur Energiewende

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.05.2017
 

(HP) Abgeordnete zum Salzburger Landtag mit Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf an der Spitze folgten auf Einladung von Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und SALK Geschäftsführer Paul Sungler, sich über das Energie und E-Mobilitätskonzept der Salzburger Landeskliniken (SALK) zu informieren. Die Salzburger Landeskliniken zählen mit seinen fünf Standorten, zahlreichen Instituten und Beteiligungsgesellschaften zu den größten Energieverbrauchern im Bundesland Salzburg. Im nationalen Vergleich liegen die Salzburger Landeskliniken aber trotz zum Teil sehr alter Bausubstanz unter den Zahlen anderer Kliniken. Insgesamt werden jährlich 34 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und 44 Millionen Kilowattstunden Wärmeenergie verbraucht um damit 141 Gebäude, 43 Operationssäle, zahlreiche Intensivstationen und Ambulanzen mit aufwendiger Medizintechnik zu betrieben.

Energiekostenverbrauch rückläufig

"Mit dem Energieverbrauch der Salzburger Landeskliniken im Bundesland könnten etwa 10.000 Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden. Spitzenmedizin benötigt eine Vielzahl medizinischer Geräte und Anlagen für Diagnose und Therapie. Einen sehr hohen Bedarf an Energie benötigen beispielsweise Großgeräte wie die Magnetresonanz- und Computertomographen. Ebenso fließt viel Energie in die Beleuchtung, Datenverarbeitung und Gebäudeinstallationstechnik. Damit die Salzburger Landeskliniken Spitzenmedizin bieten können, ist eine stetige technische Weiterentwicklung aller Kliniken notwendig. Die Dringlichkeit für Neubauten, aber auch für Sanierungen im Bestand wurde erkannt und so werden in den nächsten Jahren rund 250 Millionen Euro für Bauprojekte investiert. Schon in den letzten Jahren wurden viele Aktivitäten und Projekte gesetzt, die den Energieverbrauch stark reduziert haben. Der Verbrauch von Strom und Wärme, welche den Hauptanteil der Energiekosten ausmachen, konnte seit 2012 trotz Zunahme der Fläche um 15 Prozent, der Verbrauch um 14 Prozent pro Quadratmeter reduziert werden", betonte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl heute, Donnerstag, 4. Mai.

Insgesamt kann also zu Recht festgestellt werden, dass die Salzburger Landeskliniken trotz einer anspruchsvollen fortschreitenden Technisierung einen sehr erfolgreichen Weg zur Energiewende beschreiten. Und weniger Energieverbrauch bedeutet auch weniger Energiekosten, die die öffentliche Hand tragen muss.

"Das Land Salzburg soll bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales und energieautonomes Bundesland sein. Erste Etappenziele sind bereits im Masterplan Klima und Energie 2020 vorgesehen, um messbar zu sein: So soll die Hälfte des Energiebedarfs im Bundesland aus erneuerbaren Energien gewonnen und die Treibhausgase um 30 Prozent gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir starke Partner, die eine große Multiplikator-Wirkung für Klimaschutz und Energieeffizienz haben. Die Landeskliniken sind ein solcher Partner und zeigen auf vorbildliche Art und Weise was bei Energieeffizienz und erneuerbaren Energien möglich ist. Der Energieverbrauch wurde massiv gesenkt und mittels Geothermie, Photovoltaik, Kleinwasserkraft und Abwärme-Nutzung wird erneuerbare Energie erzeugt und auch gleich an Ort und Stelle verbraucht. Das sind jene Projekte die uns Schritt für Schritt näher an die Erreichung der Klima- und Energieziele des Landes bringen", so Energielandesrat Josef Schwaiger.

"Die Salzburger Landeskliniken haben als größtes Unternehmen des Landes eine enorme Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt. Ich habe den Klimaschutz von Anfang an zur Chefsache erklärt. Auch die standortübergreifende Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten – die so genannte E-Mobilität – ist eine große Herausforderung bei fünf Klinik-Standorten im Bundesland. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden z.B. Anreize gesetzt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu kommen", betonte SALK Geschäftsführer Paul Sungler.

SALK ist Partner der Klima- und Energiestrategie "Salzburg 2050"

Die Salzburger Landeskliniken bekennen sich aktiv zu den Zielen der Klima- und Energiestrategie "Salzburg 2050". Neben den schon genannten Aktivitäten werden viele weitere energie- und klimarelevante Maßnahmen im Rahmen der seit Ende 2014 bestehenden Partnerschaft zwischen den Salzburger Landeskliniken und dem Land Salzburg umgesetzt. Im Rahmen dieser Partnerschaft finanziert das Land Salzburg für zwei Jahre einen eigens dafür eingestellten Mitarbeiter im Energiemanagement. Seit Jänner 2015 werden von diesem Mitarbeiter verstärkt Energiesparprojekte in den Bestandsbauten umgesetzt, sodass sich diese Position mittlerweile durch die nachweislichen Einsparungen selbst finanziert.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden z.B. Anreize gesetzt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu kommen. Die SALK bekennt sich zu den Klima- und Energiestrategien "Salzburg 2050" und verbreitet dabei die Ideen und Inhalte unter ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie in der Öffentlichkeit. Langfristig sollen Möglichkeiten im Einflussbereich der SALK identifiziert werden, um auch Technologien für Smart Buildings bzw. Smart City zu unterstützen. Weitere Informationen sind online unter www.salzburg2050.at abrufbar. 170504_32 (jus)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at; Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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