Gehobener Dienst als Eckpfeiler für die Gesundheitsversorgung

Stöckl eröffnete die Salzburger Pflegetage in der Fachhochschule Salzburg

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.05.2017
 

(LK) "Verantwortung im Wandel" lautet das Motto der diesjährigen Zukunftskonferenz der Salzburger Pflegetage, die heute, Donnerstag, 11. Mai, in der Fachhochschule Salzburg, Campus Urstein, stattfindet. "Das Motto könnte nicht passender gewählt sein: Die im Vorjahr beschlossene Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes bringt die größten Veränderungen im Pflegeberuf seit 1997, denn das neue Berufsbild der Pflegefachassistenz verändert die Arbeit auf den Stationen und Abteilungen und die Verantwortung der Pflegekräfte steigt auf allen Stufen", betonte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl bei der Eröffnung der Salzburger Pflegetage.

"Im Bundesland Salzburg sind wir mit den bereits gesetzten sowie geplanten Maßnahmen zur Umsetzung der neuen Ausbildung gemäß der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) auf einem sehr guten und erfreulichen Weg. Für den Spitalsbereich sind wir mit unseren Planungen bereits fertig bzw. in der Umsetzung, der Langzeitpflegebereich wird derzeit unter Federführung der Sozialabteilung evaluiert und verfeinert. Die Hauptherausforderung wird es sein, genügend Pflegeassistenzen auszubilden und den gehobenen Dienst auf Bachelor umzustellen. Für letzteres werden wir die Ausbildungsplätze in der FH Salzburg entsprechend erhöhen, denn der gehobene Dienst ist ein wichtiger Eckpfeiler für die Gesundheitsversorgung", sagte Stöckl.

An der Fachhochschule Salzburg schließen seit 2012 jährlich rund 40 Absolventinnen und Absolventen ihren Bachelor ab und sind erfolgreich im Beruf integriert. "Im kommenden Jahr werden die Studienplätze für Anfängerinnen und Anfänger an der Fachhochschule von derzeit 40 auf 80 verdoppelt. Zudem ist in weiterer Folge geplant, rund 50 Studienplätze als dislozierten Studiengang am Krankenhaus Schwarzach einzurichten. Vorstellbar ist auch, dass zusätzlich das Tauernklinikum eingebunden wird", so Stöckl.

Ein wichtiger Kernpunkt für die Zukunft ist für den Gesundheits- und Spitalsreferenten die Durchlässigkeit des Systems von der Pflegeassistenz zum Bachelor-Abschluss. "Damit können jene, die an der Fachhochschule nicht aufgenommen werden, ihren Ausbildungsweg über die Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz bei entsprechenden Zusatzqualifikationen bis zu ihrem Ziel absolvieren", hob Stöckl hervor.

Doris Walter, Geschäftsführerin der FH Salzburg: "Wir bilden seit mehr als acht Jahren bestens qualifizierte diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger aus. Wir freuen uns, wenn wir den Bedürfnissen unserer Gesellschaft Rechnung tragend nun einen weiteren, größeren Beitrag zur Gesundheitsversorgung in unserem Bundesland leisten können."

"Ich bedanke mich bei den Organisatoren der Salzburger Pflegetage und der FH Salzburg und wünsche der Konferenz einen erfolgreichen Verlauf. Gerade dann, wenn etwas im Wandel ist, ist es notwendig und unabdingbar, sich in einem breiten Forum intensiv darüber Gedanken zu machen und zukunftsweisende Erkenntnisse zu gewinnen", so Stöckl abschließend. 170511_66 (rb/sm)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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