Größte Polizeikonferenz Europas in St. Johann

Haslauer bei der 45. Europäischen Interpol Regionalkonferenz in St. Johann

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.05.2017
 

(HP) Die größte Polizeikonferenz Europas findet von heute, Dienstag, 16. Mai, bis Donnerstag in St. Johann im Pongau statt. Bei der 45. Europäischen Interpol Regionalkonferenz nehmen knapp 300 hochrangige Fachleute aus allen 50 europäischen Staaten sowie aus ausgesuchten Ländern aller fünf Kontinente teil. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit der 190 Mitgliedstaaten in den Bereichen organisierte Kriminalität, Cyber-Kriminalität und Terrorismusbekämpfung. Österreich ist erstmalig Gastgeberland dieser Konferenz.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer verwies bei der heutigen Eröffnung auf die Bedeutung der Sicherheit für eine freie und offene Gesellschaft: "Das Land Salzburg lebt unter anderem davon, dass Gäste, Kunstschaffende, spezialisierte Arbeitskräfte, Studierende und Fachleute aller Branchen ins Land kommen. Diese Offenheit und Freizügigkeit ist in Salzburg möglich, weil es ein freies Land ist und den Menschen die Freiheiten einer modernen demokratischen Gesellschaft gewährleisten kann. Das ist aber nur möglich, weil Salzburg ein sicheres Land ist, dank der Sicherheitspolitik, der Polizei und der internationalen Vernetzung der Polizei."

Sicherheit als Grundrecht setze voraus, "dass der Staat für Freiheit und für Frieden nach innen und außen sorgt", so Haslauer weiter. "Die Bürgerinnen und Bürger brauchen das Gefühl der Sicherheit und das Vertrauen in die Sicherheitsstrategien und in die Polizei. Sie brauchen die Expertise und den Schutz. Denn die Herausforderungen sind enorm."

Viele internationale Sicherheitskonferenzen wurden bereits im Land Salzburg abgehalten. "Salzburg ist als Veranstaltungsort für Konferenzen aufgrund der Gastfreundschaft und der vorbildlichen Infrastruktur für internationale Großveranstaltungen weltweit Aushängeschild", so Haslauer.

Aufgaben der Konferenz sind die gemeinsame Beurteilung der aktuellen Lage auf polizeilicher Ebene, die Festlegung der strategischen Stoßrichtungen der Polizei sowie die Prüfung, ob funktionierende Methoden einer Polizei-Einheit auch von anderen Einheiten angewendet werden können. Zur Diskussion stehen folgende beiden Fragen: Welche Instrumentarien (zum Beispiel Datenbanken, Informationskanäle, Unterstützungsmechanismen) sollen ausgebaut werden oder müssen neu installiert werden? Welche gemeinsamen internationalen Einsätze und Operationen haben sich bewährt?

Derzeit aktuelle Interpol-Themen sind Terrorismus einschließlich dessen Finanzierung, Waffen- und Sprengstoffschmuggel, Umgang mit Rückkehrenden aus dem syrisch-irakischen Kriegsgebiet, irreguläre Migration und Menschenschmuggel sowie die neuesten Entwicklungen und Technologien in der Cyber-Kriminalität. 170516_51 (grs/kg)

Weitere Informationen: Thomas Kerschbaum, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2332, Mobil: +43 664 1020564, E-Mail: thomas.kerschbaum@salzburg.gv.at.

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