Expertensymposium zur Energiezukunft

Schwaiger: 100 Prozent des Stroms müssen in Salzburg produziert werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.05.2017
 

(LK) Die zunehmende Bedeutung von Strom als die wichtigste Energieform der Zukunft betonte Energiereferent Landesrat Josef Schwaiger heute, Mittwoch, 17. Mai, beim Fachsymposium "Energy 2027" der Österreichischen Energieagentur in Wien. Hochkarätige Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Energieagentur die Weichenstellungen, Innovationen und Entwicklungen in der Energie- und Klimapolitik.

"Die Wärmepumpe ist mittlerweile das am häufigsten eingebaute Heizsystem in neuen Einfamilienhäusern und die Elektromobilität wird den Individualverkehr in Zukunft dominieren. Die Bedeutung von Strom als Energiequelle nimmt deshalb kontinuierlich zu. Wenn wir uns vor Augen halten, dass wir in Salzburg in den Wintermonaten bis zu 50 Prozent des Stroms importieren müssen, ist es dringend notwendig, 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen im Bundesland zu erzeugen. Dafür werden wir alle zur Verfügung stehenden erneuerbaren Technologien einsetzen müssen. Sonst verlagern wir das Problem nach Deutschland und Tschechien, wo Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke dann unseren Strom erzeugen. Das kann nicht das Ziel sein. Das Anheben des Anteils der erneuerbaren Energie muss jedoch immer Hand in Hand mit der Steigerung der Energieeffizienz gehen", stellte Schwaiger fest.

Eine heute beim Symposium präsentierte Umfrage der Österreichischen Energieagentur unterstreicht die Einschätzung des Energiereferenten. Demnach geht rund ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger davon aus, dass Österreich bis zum Jahr 2027 100 Prozent des Strombedarfs aus inländischen erneuerbaren Quellen abdeckt. 68 Prozent erwarten Strom als wichtigsten Heizenergieträger. 79 Prozent der Befragten sehen in Ölkesseln als Heizsystem keine Zukunft.

"Die Umfrage zeigt, dass die Menschen genau wissen, in welche Richtung die Energiepolitik gehen soll. Der Großteil der Bevölkerung hat eine hohe Erwartungshaltung in Richtung Energie- bzw. Stromwende. Dafür muss die Politik Antworten finden, konkrete Lösungen anbieten und darf sich nicht von einigen Wenigen blockieren lassen, die sich damit beschäftigen, zu erklären, warum etwas nicht geht", so Schwaiger. 170517_20 (rb/kg)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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