Nachhaltigkeit und Ökologie beim Bauen

Politik und Bauwirtschaft überlegen rasche Umsetzung

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.05.2017
 

(HP) Vertreter der Landesinnung Bau der haben kürzlich mit Umweltreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Baureferent Landesrat Hans Mayr sowie Walter Haas von der ITG Salzburg in der BAUAkademie Salzburg das Thema „Bauforschung in Salzburg und ihre Auswirkungen auf energie-, umwelt- und wohnbaupolitische Ziele“ diskutiert.

Seit 2009 betreibt die Landesinnung Bau mit ihrem Kompetenzzentrum für Innovation und Forschung am Standort der BAUAkademie in der Salzburger Moosstraße praxisorientierte und anwendernahe Bauforschung. Dabei wird eng mit der ITG Salzburg zusammengearbeitet.

Die wohnbaupolitischen Ziele des Landes für die nahe Zukunft sind auf Nachhaltigkeit und Ökologie ausgerichtet. Letztlich geht es darum, mit möglichst wenig Energieaufwand und unter Verwendung ökologischer Materialien und Baustoffe qualitativ hochwertige und nachhaltige Wohnbauten zu errichten. Eine derartige Bauweise soll auch in der Wohnbauförderung ihren Niederschlag finden.

Die Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums belegen, dass mit der Bauteilaktivierung vor allem im Betonbau mit relativ geringem Aufwand solares Heizen und Kühlen möglich und bei Verwendung von stärker dimensionierten Ziegeln (50 Zentimeter) eine zusätzliche Dämmung überhaupt nicht mehr notwendig ist, um die im Wohnbau erforderlichen Werte zu erreichen. Dasselbe gilt für schwächer dimensionierte Ziegel in Kombination mit ökologischen Dämmmaterialen (z. B. Hanf) oder für mit ökologischem Dämmmaterial hinterfüllte Ziegel.

Politik, Bauinnung und ITG wollen nun gemeinsam überlegen, wie sich diese Forschungsergebnisse in den Bau- und Wohnbauvorschriften so verankern lassen, dass eine möglichst rasche Umsetzung erfolgen kann. 170518_22