"Cool-inarisches" neu entdeckt

Schwaiger: Beim großen Finale des Kochwettbewerbs tischten junge Köchinnen selber Kreiertes aus heimischen Zutaten auf

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.05.2017
 

(HP) Die Landwirtschaftlichen Fachschulen Salzburg gelten als Schulen fürs Leben. Der Lernstoff wird nicht nur theoretisch vermittelt, sondern es darf ausprobiert, angepackt, geübt und mitgestaltet werden. Jüngstes Beispiel ist das Projekt "Cool-inarisches neu entdeckt" an den Schulen Winklhof in Oberalm, Bruck und Kleßheim. Diese bieten auch den Zweig Betriebs- und Haushaltsmanagement an.

"Wir wollten eines unserer Hauptfächer – nämlich Kochen, Küchenmanagement, Produktveredelung und Servierkunde – einmal anders aufziehen. Und so haben wir gemeinsam mit dem Salzburger Agrar Marketing und den Salzburger Direktvermarktern das Projekt Cool-inarisches neu entdeckt entwickelt", erklärte Christa Stockhammer, Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschulen Kleßheim und Winklhof. Mit Stockhammer mit an Bord war auch ihre Direktorskollegin aus der LFS Bruck, Ulrike Winding: "Das Besondere an Cool-inarisch war, dass es nicht nur ums Kochen alleine ging. Unsere Schülerinnen entwickelten ihre Rezepte aus heimischen Zutaten nämlich selber."

Jede der drei Schulen nominierte ein Team bestehend aus vier Schülerinnen, die vor kurzem in Wals-Siezenheim im großen Finale – vor und für eine namhafte Jury – gegeneinander kochten. "Es ist einfach klasse, was ganz Neues zu machen. Und das Schöne dabei ist, dass wir bei den vielen Salzburger Lieferanten echt aus dem Vollen schöpfen konnten – unglaublich, was es auf Salzburgs Bauernhöfen alles gibt", erzählt Theresa Rohrmoser von der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Martina Prommegger, Elisabeth Rattensberger und Anna Edenhauser hat sie das große Finale von "Cool-inarisch", das kürzlich in Wals-Siezenheim stattfand, gewonnen. Aufgetischt hatten die jungen Damen Ziegenfrischkäse mit Fichtenwipfelsirup auf Portulak und Pflücksalat, eine gerollte Brust vom Junglamm, Erdäpfelbuchtel mit Pinzgauer Schotten, Wildkräuterpesto und glasiertem Kohlrabi-Karottengemüse. Und zum süßen Abschluss wurde ein Hollerblütenparfait auf Rhabarber-Erdbeer-Ragout mit Honigwaben und Zitronenverbenen-Zucker serviert.

Begeistert zeigte sich auch die Jury. Haubenkoch Rudi Obauer war beeindruckt von den kredenzten Gerichten: "Ich bin komplett überrascht davon, was da geboten wird. Und: Alle sind hoch motiviert und mit Freude an der Arbeit. Sie arbeiten trotz der Wettbewerbssituation wie ein Uhrwerk zusammen. Am meisten freut mich, dass man hier einen echten Leistungswettbewerb auf die Beine gestellt hat, denn eine Gesellschaft kann nur funktionieren und eine Zukunft haben, wenn sie leistungsfähig bleibt. Das heißt, die Besten müssen gefeiert und die nicht so Guten gefördert werden." Und der Obmann des Salzburger Agrar Marketing, Landesrat Josef Schwaiger, ergänzte: "Es ist enorm wichtig, dass wir den jungen Leuten den Sinn und vor allem auch den Spaß am selber Kochen vermitteln. Dass es dabei wichtig ist, darauf zu schauen, woher die Lebensmittel kommen, wird den Schülerinnen und Schülern ganz bewusst vermittelt." 170523_52 (rb/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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