Nächtlicher Bereitschaftsdienst für Sonderkrankenanstalt Abtenau nahm Arbeit auf

Stöckl: Pool aus Ärztinnen und Ärzten beteiligt sich auch an der notärztlichen Versorgung im Lammertal

Salzburger Landeskorrespondenz, 01.06.2017
 

(LK) Mit heute, Donnerstag, 1. Juni, nimmt der neue nächtliche Bereitschaftsdienst für die Sonderkrankenanstalt Abtenau seine Arbeit auf.

"In enger Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten mit Sprengelarzt Norbert Stöckl als Koordinator an der Spitze, dem Roten Kreuz und dem Abtenauer Bürgermeister Hans Schnitzhofer ist es gelungen, einen nächtlichen Bereitschaftsdienst für die Sonderkrankenanstalt Abtenau zu organisieren", betonte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl heute bei einem Informationsgespräch in der Sonderkrankenanstalt Abtenau. "Zusätzlich zu diesem Bereitschaftsdienst werden die Ärztinnen und Ärzte im Notfall auch als First Responder, also Erstversorgerinnen und Erstversorger, fungieren und damit einen wichtigen Beitrag leisten, die notärztliche Versorgung im Lammertal zu verbessern und zu sichern."

So funktioniert der nächtliche Bereitschaftsdienst

Ein Pool aus Ärztinnen und Ärzten wird abwechselnd von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr früh den nächtlichen Bereitschaftsdienst für die Sonderkrankenanstalt Abtenau übernehmen. Wird ein Notfall aus der Region gemeldet, dann werden die Rot-Kreuz-Stelle Lammertal und der Notarzt gleichzeitig verständigt. Die Ärztinnen und Ärzte aus dem neuen Pool rücken als First Responder aus. Die Alarmierung erfolgt über die Telefonnummer 144.

Die Finanzierung des Bereitschaftsdienstes von jährlich 165.000 Euro erfolgt durch das Land Salzburg. Dienstzimmer und Ausrüstung werden durch die Gemeinde bereitgestellt. Insgesamt arbeiten im Bereitschaftsdienst abwechselnd elf Ärzte, davon kommen vier aus der Region Lammertal.

"Durch die zwischen der Salzburger Ärztekammer und der Salzburger Gebietskrankenkasse beschlossene und umgesetzte Neuorganisation des Bereitschaftsdienstes sind besonders in den peripheren Regionen des Landes Nachjustierungen zur Aufrechterhaltung des flächendeckenden Notarztdienstes notwendig. Jetzt haben wir es geschafft, einen Pool aus Ärztinnen und Ärzten zu gründen. Diese versehen im Lammertal nächtlichen Bereitschaftsdienst für die Sonderkrankenanstalt und rücken zugleich bei Notfällen aus", so Christian Stöckl.

"Die Gemeinde hat für die Ärztinnen und Ärzte, die außerhalb des Einsatzgebietes wohnen, ein sehr gut geeignetes Dienstzimmer angemietet. Es befindet sich in einem Gebäude gegenüber dem Krankenhaus und damit in unmittelbarer Nähe des Rot-Kreuz-Stützpunktes Lammertal. Die Sonderkrankenanstalt übernimmt dankenswerterweise die Bereitstellung frischer Bettwäsche und die Reinigung. Ein Abendessen kann im Krankenhaus vorbestellt werden. Wir haben eine sehr gute Lösung gefunden. Diese Lösung stellt die medizinische Versorgung sicher und bringt Verbesserungen für die Bevölkerung im Lammertal", sagte Bürgermeister Schnitzhofer und bedankte sich bei allen, die am Zustandekommen mitgearbeitet haben.

"Es hat mir imponiert, wie sich alle Beteiligten nach Kräften eingebracht haben, um uns diesen Neustart zu ermöglichen", betonte der Koordinator des Bereitschaftsdienstes Lammertal Nacht und Sprengelarzt Norbert Stöckl.

"Aus Sicht des Roten Kreuzes ist diese Lösung sehr erfreulich, da nun ein wichtiger Teil der notärztlichen Versorgung ausgebaut werden konnte. Wenn der Einsatz eines Rettungshubschraubers nicht möglich ist, ist trotzdem die notärztliche Versorgung im Lammertal sichergestellt. Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Land, den Gemeinden und den ansässigen Ärztinnen und Ärzten ist besonders hervorzuheben", sagte Bernd Petertill, der stellvertretende Landesrettungskommandant des Salzburger Roten Kreuzes. 170601_54 (rb/grs)

Weitere Informationen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at.

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