Weltweit erste freie Solarroute präsentiert

Mayr und Schwaiger: Solarroute leistet wertvollen Beitrag zur Verbreitung der E-Mobilität

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.06.2017
 

(HP) Heute, Mittwoch, 7. Juni, wurde die weltweit erste freie Solarroute im Bundesland Salzburg präsentiert. Auf 550 Kilometern werden im Bundesland Salzburg künftig von 27 führenden Unternehmen und innovativen Gemeinden 33 mit Solarstrom gespeiste Ladesäulen, den sogenannten sol:spots, zur Verfügung gestellt. An diesen Säulen können alle E-Fahrzeug-Fahrerinnen und -Fahrer kostenlos und ohne Registrierung ihr Auto aufladen.

"Strom kann mit einer PV-Anlage heute günstiger produziert werden als der Strom aus dem Netz. Dieser technologische Quantensprung in der PV-Technologie gibt dem Unternehmer bzw. der Unternehmerin die Möglichkeit, innovative Wege zu gehen: Selbst energieautark zu werden und Wertschöpfung vor Ort zu schaffen. Einen Teil der Energiekosten-Ersparnis an zukunftsorientierte Menschen weiterzugeben ist sinnvoll und weitblickend. Die Partner der weltweit ersten freien Solarroute leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Verbreitung der E-Mobilität. Das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der Schäden durch Klimakatastrophen in Milliardenhöhe entstehen", so Initiator Roland Haslauer.

Das Land Salzburg hat mit dem Landesmobilitätskonzept "salzburg.mobil 2025" ebenfalls ein umfassendes Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Mobilität erstellt. "Es ist mir in meiner Funktion als Landesrat für Verkehr besonders wichtig zu erwähnen, dass wir nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen die Klimaziele erreichen können. Pionieren, wie Roland Haslauer, gebührt großer Respekt und ich möchte mich bei ihm und den engagierten Partnern herzlich bedanken", so Verkehrslandesrat Hans Mayr.

Auch der Landesrat für Energie, Josef Schwaiger, schätzt die Innovationskraft der weltweit ersten freien Solarroute: "Nachhaltige und innovative Projekte sind die Speerspitze des sich abzeichnenden Zeitenwandels. Sie sind der Antrieb für viele weitere Ideen und Initiativen, die Salzburg den Klima- und Energiezielen Schritt für Schritt näher bringen. Die Solarroute im Bundesland Salzburg ist ein wertvoller Beitrag dazu, die Ziele des Masterplans 'Klima+Energie 2020' zu erreichen. Gleichzeitig hilft uns dieses Projekt, die Bürgerinnen und Bürgern für einen nachhaltigen Weg mit Strom aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Das Land Salzburg konnte mit den Fördermitteln aus der Photovoltaikoffensive des Wachstumsfonds einen Beitrag zur Realisierung der Solarroute leisten. Das Geld ist bei diesem Vorzeigeprojekt bestens investiert."

Das wichtigste Ziel der weltweit ersten freien Solarroute ist es, die Region zu stärken, sei es durch die wirtschaftlichen Vorteile des selbst produzierten Sonnenstroms oder durch die Senkung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes. Ebenso soll durch den unkomplizierten Zugang zu Lademöglichkeiten der Umstieg auf die E-Mobilität erleichtert werden. "Es geht um Freiheit", sagte Gerhard Petri von der GFB Wirtschaftsberatung. "Mit der weltweit ersten freien Solarroute kann Elektromobilität ohne Einschränkungen erlebt und 'erfahren' werden. Diese Erfahrung hat schon viele Menschen im Bundesland Salzburg zum Umdenken bewegt."

Das sieht der Krimmler Bürgermeister Erich Czerny ebenso, er war Solarroute-Partner der ersten Stunde: "Wir Gemeinden und jeder einzelne Bürger können einen kräftigen Beitrag leisten, wenn es um unser Klima geht. Biomasse für den Ort, selbst produzierter Strom auf den Dächern unserer Volksschule und unseres Kindergartens, E-Bikes und der Start zur Weltweit ersten freien Solarroute sind konkrete erste Bausteine, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen. Die steigende Frequenz an unserer Solartankstelle zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Als Gemeinde werden wir auch konsequent den nächsten Schritt machen: Die Anschaffung eines Elektroautos sowohl für die Dienstfahrten der Gemeinde als auch zur Carsharing-Nutzung für unsere Bürgerinnen und Bürger. Wir stehen erst am Beginn dieser Entwicklung und die freie Solarroute ist ein Meilenstein auf diesem Weg: Angebote schaffen, Bewusstsein bilden und Mobilität neu denken. In Verbindung mit Natur und Gesundheit ein maßgeschneidertes Paket um unseren Ort und unsere Region in die Zukunft zu führen."

Auch bei der Stiegl Brauerei ist der bewusste Umgang mit Ressourcen ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie: "Bei uns in der Stieglbrauerei leben wir nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und verfolgen über die gesamte Wertschöpfungskette den Anspruch, immer besser zu werden. Ganz oben auf der Ziele-Liste steht daher, ressourcenschonend zu arbeiten. Im Bereich der Mobilität setzen wir hier – soweit dies jetzt schon möglich ist - auf alternative Antriebsmethoden", erklärte Thomas Gerbl, Logistik-Geschäftsführer bei Stiegl.

Die weltweit erste freie Solarroute wurde für den Energy Globe Award 2016 und den Klimaschutzpreis 2016 nominiert. Mehr Informationen unter www.freiesolarroute.at. 190607_30 (rb/jus)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at; Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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