Photovoltaikförderung jetzt auch für größere Anlagen möglich

Schwaiger: Für Privathaushalte und Landwirtschaft werden ab sofort Anlagen bis 15 kWp gefördert / Hoher Eigenverbrauch ist Voraussetzung

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.06.2017
 

(LK) Das Energiereferat des Landes Salzburg fördert ab sofort Photovoltaikanlagen auf Gebäuden mit einer Leistung von bis zu 15 Kilowatt-Peak (kWp) für Privathaushalte und Landwirte. Ausschlaggebend für die Förderung ist ein hoher Eigenverbrauch des Sonnenstroms. Das berichtete Energielandesrat Josef Schwaiger heute, Mittwoch, 14. Juni.

"Die Photovoltaikförderung des Landes orientiert sich grundsätzlich am realen Stromverbrauch der Haushalte. Für den durchschnittlichen Haushalt deckt eine Photovoltaikanlage mit drei Kilowatt-Peak den Eigenbedarf ab. Ab sofort werden nun auch größere Anlagen mit bis zu 15 Kilowatt-Peak gefördert, wenn ein höherer Stromverbrauch nachgewiesen wird. Wichtig ist, dass der Großteil des erzeugten Sonnenstroms an Ort und Stelle verbraucht wird. Die neue Förderung schafft bei privaten Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben mit einem höheren Strombedarf mehr Unabhängigkeit in der Stromversorgung, spart Stromkosten und entlastet die Netze. Zudem ist jede neue Photovoltaikanlage ein Beitrag zur Erreichung der Ziele des Masterplans Klima und Energie 2020. Besonders auf bestehenden Bauwerken ist das Potenzial für Photovoltaik in Salzburg sehr groß. Mit der neuen Förderung kann dieses Potenzial deutlich besser genutzt werden, und wir steigern den Anteil des in Salzburg erzeugten Stroms", betonte Schwaiger.

Gefördert werden bei privaten Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben künftig maximal 0,3 Kilowatt-Peak pro Megawattstunde Stromverbrauch. Die Berechnung der maximal förderbaren Anlagenleistung erfolgt durch die Multiplikation des Jahresstromverbrauchs mit 0,3. Der so berechnete Wert wird auf die nächste ganze Zahl aufgerundet. Bei einer Anlagengröße von bis zu drei kWp entfällt dieser Nachweis. Diese Berechnung gewährleistet, dass rund 80 Prozent des erzeugten Sonnenstroms auch an Ort und Stelle verbraucht werden.

"Landwirtschaftliche Betriebe, die beispielsweise eine Milchkühlung einsetzen, haben nun die Möglichkeit, mit Hilfe der Energieförderung des Landes einen Teil des benötigten Stroms am Hof selber zu erzeugen und zu verbrauchen. Das stärkt die Unabhängigkeit der Betriebe, spart langfristig Stromkosten und ist ein wesentlicher Beitrag, um die Landwirtschaft noch nachhaltiger zu gestalten", so der Landesrat.

Förderanträge können ab sofort und bis 30. November gestellt werden und sind ausschließlich über die Internetseite www.energieaktiv.at möglich. Die Anträge müssen vor der Bestellung der Photovoltaikanlage gestellt werden. Die technische Planung kann allerdings schon vor dem Förderantrag erfolgen.

Interessierte können sich mit Fragen jederzeit per E-Mail an foerdermanager@salzburg.gv.at wenden. 170614_62 (sm/grs)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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