Katastrophenfonds hilft in 300 Fällen

Schwaiger: Bei Katastrophenfondssitzung Beihilfen in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro beschlossen

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.06.2017
 

(LK) Bei der Sitzung des Katastrophenfonds des Landes Salzburg heute, Dienstag, 13. Juni, wurden Beihilfen in der Höhe von rund 1,9 Millionen Euro beschlossen. Die höchste Beihilfenzahlung machte ein Soforteinsatz in der Gemeinde Niedernsill im Dezember 2016 aus, wo ein Felssturz zwölf Wohnobjekte bedrohte.

"Der größte Anteil der genehmigten Beihilfen betrifft Orkanschäden in Wäldern im Jahr 2016 mit rund 1,6 Millionen Euro. Lokal begrenzte Unwetter dominieren seit längerem die Schadensmeldungen im Katastrophenfonds. Das zeigt sehr deutlich, dass die klimatischen Veränderungen in Salzburg immer stärker zu spüren sind. Positiv ist hingegen zu bemerken, dass in den vergangenen Jahren immer weniger Hochwasserschäden im Katastrophenfonds registriert wurden. Das ist neben dem Ausbleiben von großflächigen und anhaltenden Niederschlägen auch auf die sehr wirkungsvollen Maßnahmen im Hochwasserschutz zurückzuführen", sagte Landesrat Josef Schwaiger.

In der jüngsten Sitzung wurden unter anderem Waldschäden von rund 1,6 Millionen Euro, Schäden bei Bächen von 690.000 Euro, Soforteinsätze mit Kosten von 420.000 Euro und Wegschäden von rund 290.000 Euro besprochen. Insgesamt wurden 300 Fälle mit einer Schadenssumme in der Höhe von rund 3,4 Millionen Euro in der Sitzung des Katastrophenfonds behandelt.

Landesrat Schwaiger erinnerte anlässlich der Sitzung des Katastrophenfonds daran wie wichtig es ist, eine Versicherung für solche Schäden abzuschließen und zu überprüfen, ob die bestehenden Versicherungen auf dem aktuellen Stand sind. "Der Katastrophenfonds kann nur eine Hilfestellung sein, nicht den Gesamtschaden ersetzen. Im Mittelpunkt steht immer die Hilfe in existenzbedrohenden Situationen", so der Landesrat.

Mit dem Katastrophenfonds verfolgt das Land Salzburg das Ziel, Bürgerinnen und Bürger in existenzgefährdenden Situationen zu helfen. Dieser Fonds ersetzt jedoch keine Elementarversicherung, da die Beihilfenhöhen wesentlich geringer sind als Entschädigungen von Versicherungen. 170613_33 (jus/sm)

Weitere Informationen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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