Tiroler Fünf-Euro-Wohnungen als Möglichkeit für Salzburg

Mayr, Rössler und Schwaiger: Umweltfreundliches und energieeffizientes Wohnen muss nicht teuer sein

Salzburger Landeskorrespondenz, 16.06.2017
 

(LK) Fünf Euro Miete brutto warm pro Quadratmeter und Monat – dieser Preis ist nicht unmöglich. Bei einer Exkursion machten sich Landesrat Hans Mayr, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Landesrat Josef Schwaiger ein Bild von einem unter diesen Bedingungen umgesetzten Wohnprojekt in Tirol. Gleichzeitig wurde auf eine qualitätsvolle, klimafreundliche und energieeffiziente Umsetzung geachtet. "Das Bauprojekt '5 €-Wohnen' der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Neue Heimat Tirol in Schwaz beweist, dass erschwinglicher und qualitätsvoller Wohnbau unter gewissen Voraussetzungen möglich ist. Auch Salzburg kann vielleicht in Zukunft von den Erfahrungen mit diesem Modell profitieren", ist Wohnbau-Landesrat Mayr überzeugt.

"Für uns ist wichtig, viele neue innovative Projekte zu besuchen und deren Rahmenbedingungen zu erfahren, nur so können wir über zukünftigen günstigen Wohnbau für Salzburg diskutieren und entsprechende Maßnahmen setzten", so Mayr.

"Es geht nicht nur darum, günstiger zu bauen. Auch die Betriebskosten müssen gesenkt werden. Nicht jede Wohnung benötigt beispielsweise eine aktive Wohnraumlüftung oder einen barrierefreien Zugang. Im Wohnbau muss es nicht immer die Luxusklasse sein, die Mittelklasse ist guter Standard und zudem auch leistbar", sagte Landesrat Josef Schwaiger.

Faktoren, die den niedrigen Mietpreis ermöglichen, sind Haustechnik und Ausbau, sowie günstiger Grund und Boden: Durch intelligente Leitungsführung mit kurze Strecken oder optimierte Zugänglichkeit für Wartungsaufgaben werden Kosten und Energie gespart. Standardisierter Innenausbau und einfache Grundrisse machen eine Vorfertigung und eine zeitlose Standardmöblierung möglich.

Bereits beim Rohbau wird auf ökologisch unbedenkliches Material geachtet. Die schlichte Bauform senkt Kosten und Errichtungsaufwand. Ein standardmäßiger Verzicht auf Tiefgaragenplätze erleichtert den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Bei einem angenommenen Garagenentgelt von 50 Euro pro Monat lassen sich so bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung 35 Cent pro Quadratmeter und Monat einsparen.

Bei den Fünf-Euro-Wohnungen wird das Warmwasser nicht zentral erwärmt. Der Verbrauch ist bedarfsorientierter und damit energieoptimiert.

Als weitere Wohnbau-Beispiele besichtigen die Salzburger Regierungsmitglieder Wohnhäuser in Absam und Jenbach sowie ein Altersheim im Olympischen Dorf in Innsbruck. 170616_61 (sm/jus)

Weitere Informationen: Thomas Aichhorn, Büro Landesrat Hans Mayr, Tel.: +43 662 8042-3341, E-Mail: thomas.aichhorn@salzburg.gv.at; Stefan Tschandl, Büro LH-Stv. Astrid Rössler, Tel.: +43 662 8042-4801, E-Mail: stefan.tschandl@salzburg.gv.at; Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at.

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